WAHLAUFRUFE WIE VIEH TREIBEN

3. Mai 2025

Geringe Wahlbeteiligung ist kein Gradmesser für die Demokratie.

Die rufen und rufen zum Wählen auf, als wär der Wähler ein krankes Ross und als hätten die meisten Leute das mit der Demokratie noch nicht verstanden.

Der Rolle von den «Dolomiten» kuddelt: Schau, sooo leicht ist es zu wählen, sooo bequem ist’s gemacht, geh doch hin und schmeiß dein Scherflein in den Klingelbeutel, äh, den Bürgermeisterzettel in die Wahlurne.

Vergebens. Die Erfahrung lehrt, je mehr du dich andienst, desto weniger wirst du geschätzt.

Der Tribus von der ewig «Neuen Südtiroler Tageszeitung» gibt sich als Professor, predigt von seiner Papierkanzel herunter, indem er mit gestrengem Ton die Theorie von der Demokratie aufblättert.

Vergebens. «Grau, teurer Freund, ist alle Theorie».

Eine geringe Wahlbeteiligung ist kein Grund zum Verzweifeln. Ganz im Gegenteil. Nicht umsonst sind „bulgarische“ Mehrheiten gerade aus totalitären Staaten bekannt. In liberalen Demokratien ist die Wahlbeteiligung traditionell gering. Es stimmt einfach nicht, dass die Wahlbeteiligung ein «Gradmesser für die Demokratie» sei, also: geringe Wahlbeteiligung schlecht, hohe gut. Die Leute sind nicht dumm. Wenn es um die Wurst geht, sind sie da. Wenn etwas einerlei ist, dann rühren sie sich weniger.