SVP-Feministin im römischen Senat auf Abwegen. Kann gegen Meloni nicht bestehen.
Die im römischen Senat für Südtirol sprechende Julia Unterberger wettert gegen Giorgia Meloni und vertritt eine unannehmbare Auffassung von Freiheit. Freiheit sei, „wenn es darum geht, eine Schwangerschaft zu beenden oder dem eigenen Leben ein Ende zu setzen“, sagt Senator Julia Unterberger von der Südtiroler Volkspartei.
Unterberger sagt, sie sei eine „Südtirolerin“, eine „feministische Frau“, der „deutschen Kultur angehörig“ und „fortschrittlich“. „Das genaue Gegenteil“ von Meloni. Muss wohl so sein, denn ein so rabiater Feminismus wie der von der Unterberger ist ganz und gar unitalienisch.
Die von den Italienern mit rauschender Mehrheit gewählte und designierte Regierungschefin Giorgia vertritt tatsächlich andere Positionen: Für das Leben, gegen den Selbstmord auf Krankenschein. Die kleine Römerin schon hat Grundsätze, die deutsch duften, nämlich nach Luther und Kant: In der Regierungserklärung von Frau Meloni ist viel von Gewissensfreiheit und Pflichterfüllung die Rede.
Die Freiheit zu töten
Die „Frau“ Unterberger, die von den hinteren Rängen aus der Meloni am Zeug flickt, sieht Freiheit ganz anders. Freiheit sei, „wenn es darum geht, eine Schwangerschaft zu beenden oder dem eigenen Leben ein Ende zu setzen“, sagt Senator Julia Unterberger. Bitte noch einmal lesen und schlucken. Gewiss, beide Nöte sind manchmal unvermeidlich und schicksalhaft, weswegen niemand ein Urteil von außen und von oben her abgeben sollte. Aber das Töten zum allgemeinen und heiligen Recht eines jeden Einzelnen zu erklären, das geht zu entschieden zu weit. Wer die Freiheit zu töten als Norm setzt, hat in einer christlichen, gar katholischen Partei nichts zu suchen. Man muss sich das vorstellen: Diese Dame spricht für die Südtiroler Volkspartei!
Todeskult, nicht Freiheit
Mit diesem Credo kann sich Unterberger das nachfolgende Gedöns zur Eigenständigkeit und zum Antifaschismus ihrer „Minderheit“ glatt und ohne Verlust sparen. Diese Oma gegen Rechts kann nie und nimmer die Vertretung einer wertkonservativen Tiroler Partei im Parlament sein. Das, was diese „Frau“ vertritt, das ist Todeskult, nicht Freiheit. Das ist die Verneinung des Lebens, die Vergötterung des Egoismus, und auf lange Sicht das Ende einer jeden Gesellschaft und Nation – auch der Tirolischen.
Bestbezahlte Rednerin ohne Logik
Nach eitler Gender-Grammatik und feministischer Maniküre kommt Frau Unterberger schließlich zum ideologischen I-Tüpferl, zum politischen Schwarzweiß, mit Postfaschismus und allem Drum und Dran: „Ihr seid Nationalisten, wir sind eine sprachliche Minderheit“. Emotional super, Logik Null. Das eine hat mit dem anderen nichts gemein: Nation ist Nation und Sprache ist Sprache. Aber als bestbezahlte Rednerin kann einem Kongruenz ja auch egal sein. Am Ende lässt sich die „Südtirolerin“ herab, Katz und Maus zu spielen mit der großen Meloni. „Es war eine schmerzliche Entscheidung, aber unsere Partei hat entschieden, sich der Stimme zu enthalten“ (die SVP). „Einige werden sich der Stimme enthalten, andere werden gegen das Vertrauen stimmen.“ Nein, so beliebig möchte ich das Konzept der Sammelpartei SVP nicht verstanden wissen.