The Donald USA gleicht immer mehr Kaiser Nero SPQR.
„Als nächstes ist Kuba dran“, tönt der 45. Und 47. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Donald J. Trump. Was zum Teufel ist in den Mann gefahren? Der Respekt vor einem Staatsoberhaupt (den Mr. Trump gegenüber anderen Oberhäuptern nicht hat) gebietet es mir, keine geheimnisvollen Beweggründe hervorzukramen, Epstein, Öl und so weiter, nein, es genügt der Blick in die Chronik. Kanada, Grönland, Mexiko, Venezuela, Iran, Kuba. Der Appetit ist grenzenlos, und keinesfalls nur auf „Schurkenstaaten“ limitiert.
Da sagt einer, er wolle Amerika wieder groß machen. Gut, das braucht es, dringender denn je. Seine eigenen Leute kaufen und schlucken all das Rauschgift, das Amerika versinken lässt. Aber umbringen lässt er die Drogenbosse, die nur die Nachfrage befriedigen. Tot einer, kommt der nächste. Selbes Muster in der Geopolitik. Mister Trump versenkt nach Belieben Boote und Schiffe, kapert Tanker überall auf den Weltmeeren, entführt und mordet Präsidenten anderer Staaten in Serie, schickt seine Soldaten in einen unmöglichen Krieg, wie es weiland die römischen Cäsaren gegen die Parther (Vorfahren der Perser) getan haben, und lässt sich wie ein Diktator erst hinterher vom Senat ein halbes Placet geben.
Vielleicht greift Donald J. Trump wie Kaiser Nero schließlich zur Lyra, um das lichterloh brennende Teheran und die Betonruinen von Tel Aviv zu besingen. Das Leierlied wird sicher den Refrain haben: ‚Ich bin der Größte!‘ Und irgendwie hat er ja Grund zu dieser Wahnvorstellung, denn an merzialischen Schleimbeuteln mangelt es nicht.
Titelbild aus VALEURS „L’Empereur Néron contemplant l’incendie de Rome“, peinture sur verre, XIXè siècle. Photo © Leemage