PFLOCK EINSCHLAGEN 2026

6. Januar 2026

Du zeigst, wofür du stehst.

Einen Pflock einschlagen heißt, eine Wegmarke setzen. Du zeigst, wo du stehst, für was du stehst. So ein Pflock ist keine große Sache. Kein Parteiprogramm, kein Manifest – und doch ein bissel von Beidem. Diese Markierung sollte ein privater Blogger hin und wieder machen. Der letzte Stand war Allerheiligen 2022. Heute ist Dreikinig 2026. Ich muss sagen, an meinen Wünschen hat sich wenig geändert, an den Missständen schon – zum Schlechteren.

WELT

Schluss mit dem Ukraine-Krieg, Friede mit Russland und China. Auf zur multipolaren Weltordnung (so uns die Nuke-Narren noch Zeit lassen!) 2026 wird das entscheidende Jahr für die Ukraine sein. Möge Russland gewinnen.

EUROPA

Umbau von EU und Euro notwendiger denn je (der Karren geht genau in die falsche Richtung). Leitsatz: „Wettbewerb statt  Zwangsjacke“. Ziel: Confoederatio Europae, das Konföderierte Europa, nicht die Vereinigten Staaten von Europa.

FAMILIE

Glückliche Mütter, glückliche Familien. Das gibt es nur mit vollen Wiegen, nicht mit leeren. Massive und konsequente staatliche Aufwertung traditioneller Lebensformen. Re-Christianisierung Europas.

GESELLSCHAFT

Rückbau des Welfare-Systems nach dem Leitsatz: „Geschenktes Geld schenkt keine Würde“. So wie die braune Zuwanderung kein Rentenproblem löst.

WIRTSCHAFT

Realökonomie statt Zahlen-Ökonomie.

NÜCHTERNHEIT

Wesentlich für das Glück: Kampf um die Drogenfreiheit, auf allen Ebenen, mit allen Mitteln.

FORTSCHRITT

Mehr Technik, weniger Propaganda. Technologische Spitzenleistungen auf allen Gebieten, vor allem in der Energiegewinnung und Verwertung. Erdöl und Kohle sind zu kostbar, um verheizt zu werden. Der technologische Fortschritt braucht staatliche Planung, aber keinen Dirigismus durch Subventionierung.

DEMOKRATIE

Es muss drin sein, was drauf steht. Wahlbündnisse sind vor den Wahlen zu schließen und nach den Wahlen zu halten. (Abschreckendes Beispiel Deutschland, Vorbild Italien). Abschreckendes Deutschland zum Zweiten: Die „wehrhafte Demokratie“ ist der neue Faschismus.

SÜDTIROL

Die Autonomiereform von Kompatscher und Meloni ist zum Einschlafen, und Wien ist ein Bettvorleger. Der Traum von der Eigenstaatlichkeit ist ausgeträumt, wir bleiben ein Satrapenland. Die hochpreisige Total-Vermarktung mit Selbstlob und Geschichtsverneinung ist der falsche Weg. Südtirol müsste sich neu erfinden, aber weit und breit kein Hoffnungsschimmer.

ITALIEN

Seit 2022 hat sich das Paradox verfestigt: Verstehe ich mich als deutsch fühlender, österreichisch gesinnter, konservativ eingestellter Südtiroler heute weitaus besser mit Italien und seiner Regierung Meloni, als mit den drei deutschen Staaten Schweiz, Österreich und Deutschland, die voll im woken, feministischen und atlantischen Rausch sind. Giorgia Meloni hat die Wende in Italien gebracht und sie ist stabil obenauf. Für meinen Geschmack zu atlantisch und Selenski-freundlich, aber immerhin gemäßigt.

So, der Pflock 2026 ist eingeschlagen.