Unaufgeregt wie ein Buchhalter erklärt der deutsche Kanzler Russland den ewigen Krieg.
Schauplatz ist München, der Bayrische Hof. MSC. Munich Security Conference. Hier hat sich die Elite des transatlantischen Deutschland eingefunden. AfD ausgeladen. Der Bundeskanzler Olaf Scholz, frappierend ähnlich dem griesgrämigen „Mr. Magoo“, hält eine Rede, in der er wie beiläufig Russland den ewigen Krieg erklärt. Nein, nicht in diesen Worten, aber in der zwingenden Schlussfolgerung dieser Aussage: „Einen Diktatfrieden auf Geheiß Moskaus wird es nicht geben.“
Einfach gesagt: Deutschland will keinen Frieden. Einen russischen Sieg könne man nicht akzeptieren, „es wäre das Ende der Ukraine als freier, unabhängiger und demokratischer Staat und die Zerstörung unserer europäischen Friedensordnung“, steckt Scholz das Kriegsziel Deutschlands ab. Die NATO als „größtes Militärbündnis der Welt“ werde alles auf unbegrenzte Zeit tun, um die Ukraine zu halten. Selber wolle man keine Soldaten hinschicken. Das heißt, die Ukrainer dürfen den Blutzoll leisten. „Weil Russland uns ganz real bedroht“, so der Deutsche wörtlich, sei eine moderne Abschreckung nötig. Mit modern meint Scholz atomar. Halb blind und störrisch, wie Mr. Magoo nun einmal ist, will er nicht hören, dass die Ukraine für Russland eine Frage von „Leben oder Tod“ (Wladimir Putin) ist.
Gegen Ende seiner Rede meint Olaf Magoo, die Ukraine sei auf dem Weg zum Sieg, sie habe bereits „mehr als die Hälfte“ der von den Russen besetzten Gebiete wieder zurückerobert. Schaut auf die Landkarte und sagt, wie glaubwürdig dieser so glaubwürdig sein wollende Kanzler ist, der Deutschland gerade mit einer Hypothek belastet, die ähnlich groß und unhaltbar ist wie der Versailler Friedensvertrag dazumal.