Okay stammt aus dem JA der Südfranzosen.
Oc heißt Ja
Namen wie New Orleans, Louisiana oder Quebec erinnern an Frankreichs Bedeutung im politischen und kulturellen Werden Nordamerikas. Die Franzosen kamen sehr früh nach Amerika. Als freie Siedler sprachen sie neben Französisch auch ihre unmittelbare Heimatsprache, wie bretonisch, okzitanisch usw. Im Süden Frankreichs ist bekanntlich die „Langue d’Oc“ zuhause, im Norden die „Langue d’Oïl“. Im Süden heißt Ja Oc (von lat. „hoc“), im Norden Oui (alt. „Oïl“ aus lat. „hoc ille“).
Ich glaube, dass die Südfranzosen ihr „Oc“ in Amerika bekannt gemacht haben. Viele der Unterhaltungen in Kanada und den Südstaaten der USA könnten gelautet haben: Hast du’s erledigt? Oc, hab ich. 100 Dollar für dieses Pferd! Oc, einverstanden.
So hat sich das südfranzösische Oc als „Ok“ unter das „Ay“, „Yes“ und „Yeah“ gemischt. Irgendwann gab es dann eine Deckung und die gegenseitige Verstärkung mit dem Bostoner „Oll Korrekt“.
Das besiegelnde Kürzel für die Freigabe von Papieren und das volkstümliche „Ja“ der bunten Südstaaten-Märkte gingen eine äußerst fruchtbare Ehe ein. Wenn’s nicht wahr sein sollte, so habe ich es ganz gut erfunden. Diese etymologische Feder stecke ich auf meinen allereigensten Hut.
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Dies ist eine Neuauflage meiner Glosse „Okay“ von 2017.