O DU REIZENDES TIROL

17. Februar 2026

Schützenbund weist Aussagen von Ersatz-LH Marco Galateo zurück.

Der Landeshauptmann-Stellvertreter von Fratelli d’Italia, Marco Galateo, schimpft maßlos über den Willkommensgruß „TIROL“ bei den Olympia-Wettkämpfen in Antholz. Die Schützen kontern.

„Wir sprechen von einem Land, das seit nahezu einem Jahrtausend Tirol heißt“, betont Landeskommandant Christoph Schmid. „Wenn wir Schützen diesen historischen Namen sichtbar machen, ist das weder eine schwere Provokation noch unverantwortlich, sondern Ausdruck geschichtlicher Realität und kultureller Identität.“

Befremdlich empfinden die Schützen ferner den Vorwurf Galateos, der Südtiroler Schützenbund agiere wie eine politische Partei. „Wir sind eine Traditions- und Wertegemeinschaft mit klarer historischer und volkstumspolitischer Verwurzelung. Dass wir unsere kulturelle Identität sichtbar vertreten, macht uns noch lange nicht zu einer Partei,“ kontert der Kommandant.

Am meisten verwundert die Schützen die Behauptung von Galateo (FDI), der Schriftzug TIROL würde „das in Jahrzehnten des Dialogs aufgebaute Zusammenleben untergraben“. LK Schmid: „Wenn ein Zusammenleben so fragil ist, dass es durch einen Tirol-Schriftzug ins Wanken gerät, dann liegt das Problem wohl kaum am Schriftzug.“

Titelbild: LK Christoph Schmid Foto: © SSB/Alfred Stolzlechner

Laut Presseaussendung oben soll Herr Galateo auch gemeint haben, das Ausstellen der TIROL-Schrift sei „peinlich gegenüber Österreich“.

Das zeigt eine schon fast unverschämte Selbstherrlichkeit des Bozner Rechtspolitikers. Als Monokultur-Italiener kennt er wahrscheinlich nur das Wort ALTO ADIGE für das südliche Tirol. Offensichtlich meint der Fratelli-Mann, die heimischen Schützen hätten sich eine „kulturelle Aneignung“ geleistet und den Namen TIROL glatt vom EU-Nachbarland gestohlen.