EINE VERTEIDIGUNG DER PROSTITUTION

17. November 2025

Sex gegen Geld ist so ziemlich das älteste Geschäft der Welt. Wer es verbietet, verneint die Natur und ist unsozial.

Prostitution ist in der bürgerlichen Gesellschaft weit mehr als ein einfaches Geschäft oder ein „Sexkauf“, wie die Neuen sagen. Die Prostitution ist ein Kulturgut (Stichwort Tempel). Das, wie alle Kulturgüter, seine Vor- und Nachteile hat, ein Gut, das mit Nutzen gepflegt oder aber verlottert oder vorsätzlich geschädigt und zerstört werden kann. Woraus folgt, dass nicht jede Art von Prostitution erlaubt sein kann.

Worin besteht der Kern dieses Kulturgutes? Er besteht im stillschweigenden Vertrag zwischen Freudenmädchen und Freier, dass nach der sofortigen und monetären Abgeltung einer triebhaften Handlung nichts übrig bleibt. Nichts. Kein Name, kein Gesicht, keine Erinnerung – und vor allem keine Forderung. Eine Hure oder ein Hurer von Ehre zeichnen sich neben der erotischen Hand- und Gliedwerkskunst dadurch aus, dass sie jegliche Form von Erpressung oder Handel mit Erinnerungen als Todsünde verstehen (es wäre übrigens das Ende der Geschäftsgrundlage). Das ist professionelle Prostitution.

Heute gibt es durch die Hypersexualisierung und Monetarisierung des Lebens unterschiedlichste Stufen der Willfährigkeit, bezahlt oder nicht. Vom Hurengeschäft unterscheiden sie sich alle gängigen Lustausübungen durch die trügerische Einblendung von Gefühlen und Versprechungen. Während man bei Professionellen allein darauf achten muss, sich nicht eine Geschlechtskrankheit einzufangen, besteht bei Sexhoppern und I-love-You-Affären dieses Risiko weiterhin – und es kommt dazu die Gefahr der emotionalen oder gar existentiellen Bruchlandung. Denn nicht selten ist still berechnet, was im Namen der Liebe frei gewährt wird. Am Ende müssen die ‚Schmetterlinge im Bauch‘ unendlich viel teurer bezahlt werden als das, was ein klinischer Sexakt kostet.

Wie der Vesuv ist Sex eine Elementarkraft.

Warum also wird die Prostitution angefeindet? Einst waren es die Ehefrauen und die Pfarrer, die gegen die Prostitution wetterten. Heute sind es die Feministen. Formal wird nicht die Prostitution „verboten“ (sind ja Frauen dabei). Angefeindet wird allein der Freier, der das exzessiv angebotene Gut namens Lust kauft. Freierinnen scheint es nicht zu geben. Es heißt, alle Huren würden zum Geschäft gezwungen sein oder seien versklavt, während die Prostitution vom ‚Patriarchat‘ kommt, unserem Gesellschaftssystem, in dem „der Mann“ mit körperlicher Gewalt und finanzieller Nötigung über „die Frau“ herrscht.

Diese Behauptungen sind unwahr, auch wenn wie von Politik und Medien noch so gehätschelt werden. Selbst in der hochgelobten Ehe kommen alle möglichen Tiefen vor. Wo Sex ist, gibt es Paradies und Hölle. Eiskalte Unterwelt, Tabu, Betrug, Raub und Missbrauch, aber sehr wohl auch ethisch und kaufmännisch korrekte Beziehungen. Beim Sex, bezahlt oder nicht, gibt es verlotterte Unterschichten mit Suff, Gewalt und Folgen, einen swingenden Mittelstand, und schließlich die vom industriellen Voyeurismus so heiß verfolgten Luxus-Spiele der Schönen und Reichen.

So stellen sich Feministen das Patriarchat vor

Sexkaufverbote wie in Schweden sind abzulehnen, und die in Stockholm gängige Stigmatisierung und Kriminalisierung der Freier durch Polizei ist ein modernes Staatsverbrechen wie weiland die Hexenverfolgung. Wer im biederen Meran einen chinesischen Massagesalon verbietet, der schließt notgetriebene Ärmste aus, verachtet die Einsamen, die Häßlichen, die von Frauen Verstoßenen und alle, die sich feine Escort-Damen und teure Reisen nicht leisten können. Sozial ist das nicht, und die Hurerei ist mit der Schließung eines Massagesalons längst nicht erledigt. Überhaupt: Bevor das erzwungene Gen-Impfen Nächstenliebe ist, ist Nächstenliebe das, was eine namenlose Chinesin nach klaren Regeln tut.

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