DER SULTAN VON STUTTGART

12. März 2026

Grünes Scheinwunder: Cem Özdemir gewinnt die Landtagswahl in BaWü.

Mit dem Türkdeutschen Cem Özdemir, schon Minister im rotgrünen Bundeskabinett von Olaf Scholz, hat das „Ländle“ mit der Mercedes-Benz-Hausmacht zwar noch keinen neuen Ministerpräsidenten, aber doch einen höchst überraschenden Wahlsieger. Cem Özdemir hat einen Personenwahlkampf geführt, keinen Parteiwahlkampf. Irgendwann hieß es in der Presse, die Grünen würden eine „irre Aufholjagd“ hinlegen gegen den Rivalen und Favoriten Manuel Hagel/CDU.

Nein, das war nicht die Wirkung des grünen Anschwärzens Hagels mit dem Code „rehbraune Augen“. Es waren und sind die türkischstämmigen Arbeiter(-nachkommen) im Industrieland Baden-Württemberg, die den grünen Gugelhupf so richtig zum Aufgehen brachten. Das müsst Ihr Euch einmal vorstellen: Das erste Mal hat diese wirklich längst integrierte Einwanderungsgruppe die konkrete Aussicht, einen der Ihren an der Spitze von Gesellschaft und Staat zu sehen, hat die Befriedigung, einen türkischen Namen an der Spitze des Landes zu sehen. Die Türkdeutschen haben den Ausschlag für die hauchdünne Siegerdecke der Grünen von 30,2% gegen die 29,7% der CDU gegeben, nicht die 16jährigen Erstwähler aus den grünen Häusle-Vorstädten.

Das verfälscht natürlich den vorherrschenden Eindruck der Fassungslosigkeit, warum ausgerechnet im Mercedes Benz-Land die grüne Verbots- und Habeck-Partei noch einmal so punkten konnte, nachdem praktisch alles, was sie angefasst hat, ein teurer Scherbenhaufen ist. Die Türken wollten ihren Sultan in Stuttgart haben, das war es. Sozusagen im Huckepack aufgesessen auf den deutschen Birkenstocks, WGs, NGOs, Bürgergeldbeziehern und ikeagrünen Wohlstandsbeamten haben die braven, türkischstämmigen Benz-Arbeiter und ihre Nachkommen ausnahmsweise dieses eine Mal auf Grün gesetzt, obwohl sie eigentlich rechts denken. Wegen Cem. Verständlich, oder?