DAS PHÄNOMEN TRUMP

20. Januar 2026

Ist dies schon Wahnsinn, so hat es doch Methode.

Diesen berühmten Satz aus Wilhelm Shakespeares Hamlet müssen wir (schon wieder) bemühen, diesmal bezogen auf das Phänomen Donald J. Trump, den 45. und 47. Präsidenten (König auf Zeit) der Vereinigten Staaten von Amerika, die übrigens heuer am 4. Juli 2026 genau 250 Jahre alt werden.

Donald, der Halbdeutsche, ist einer der drei mächtigsten Männer der Welt. Donald Trump ist ein Amerikaner, wie er im Buche steht. Trump ist als Bau-Hai reich und als Showmaster berühmt geworden. Als Stehauf-Präsident ist er ein Comic-Star: millionenfach geliebt, aber auch harsch geschmäht. Ja, und dann ist er auch noch Staatsmann. Und was für einer.

Die überheblichen Deutschen arbeiten sich schon jahrelang an ihm ab. Das negativ verzerrte Bild hat sich in den Köpfen eingenistet (auch bei uns in den Bergen). Von der Verwirrtechnik der großen Medien beduselt, erscheint die Figur Donald J. Trump einmal als Blender, dann als Trampel, dann als Krimineller und schließlich als geopolitischer Amokläufer.

Doch gerade in der heutigen Weltlage ist Nüchternheit geboten. Trumps Politik ist viel rationaler, als sie auf den ersten Blick erscheint. Ja, sie ist sogar folgerichtig. Man muss nur den archimedischen Punkt finden. Der liegt darin, dass die USA fertig sind – fix und fertig. Präsident Trump macht akrobatische Steuermanöver im verzweifelten Bemühen, dem drohenden Eisberg auszuweichen, der sich vor dem unsinkbar geglaubten Luxuskreuzer USA auftürmt.

Spott und Geringschätzung für Trump, gemischt mit beginnender Angst, das sind affektierte Manieren von Erste-Klasse-Passagieren, die noch tanzen und feiern und den Kapitän einen komischen Kauz sein lassen, weil sie nichts von der Gefahr wissen wollen.

Der Kapitän, ziemlich wahnsinnig wirkend, lässt schon die Rettungsboote «Greenland» und «Venezuela» hinunter, er macht im Unterleib des Dampfers mit Zöllen die Schotten dicht, zugleich muss er Raketen abschießen, um Piraten abzuwehren, die seine beiden Schaluppen «Wolodymyr» und «Bibi» entern. Und doch kommt der Eisberg immer näher.

Wie könnte man den Eisberg beschreiben? Nein, es ist nicht China und nicht Russland. Der Eisberg ist ‚Made In USA‘: «36 trillion dollars» Staatsschulden. Jedes Jahr werden es zwei Billionen Dollar mehr. Für Konsum, nicht für Investition. Alles Folgen von Easy Money. Dahinter türmen sich die Verfallserscheinungen: Untergangsangst der Weißen, Jugend auf Fentanyl, Elite auf Koks, Demenz, Verfettung, Verfall, Armut, Verblassen des amerikanischen Traums, Alles und alle käuflich, Finanz-Ökonomie statt Real-Ökonomie, Gottlosigkeit und Götzendienste aller Art, mit einem Wort: Epstein. Am schwersten aber wiegt die Tatsache, dass die Amerikaner unproduktive Konsumisten geworden sind und von der ganzen Welt leben.

Der sittlich abgebrannte Yankee wird seine Staaten (die USA) garantiert nicht noch einmal 250 Jahre halten können. Trump hat das erkannt und steuert dagegen. Ob er es schafft, seine Leute wieder auf die Beine zu kriegen? Ich wünsche es ihm und Amerika. Und uns auch. Leider ist das Leben kein Kinofilm.