BOZNER ZAHLENSPIELE GEGEN RECHTS

7. März 2026

Antifa-Demo mit Obrigkeit und Kirche ist begeistert von sich selbst.

Groß war die Aufregung und Mobilmachung im Vorfeld. In Bozen war ein Faschistenaufmarsch angesagt, beim Mussolini-Triumphbogen an der Talfer, versteht sich. Voll dagegen der politisch korrekte Mikrokosmos aus Myriaden von Vereinchen und Associazioni, Patres und Prälaten, Onorevoli in und a. D., von gutmeinenden Leuten, Studenten, Omas und Opas gegen Rechts. Alle bunt vereint unter dem herrschaftlich großen Schutzmantel des gemeinsam mit Italo-Hardlinern regierenden Landeshauptmannes Arno Kompatscher, o anima candida. Das menschenfreundliche Bozen sammelte sich zur „Gegen-Demo“ nahe Bahnhof, Drogenpark, Konsumtempel und Regierungssitz (ganz zufällig Insignien von „Unsere Werte“). Bei Tanz zu dum-dum-Techno wurde gegen die Fremdenhasser angebrüllt, während die Mikros den Ansprachen und die Pressefotos der Polit-Prominenz gehörten.

 

Foto TZ

Während die politisch korrekte Großdemo auf Flüchtlinge, Menschenrechte und das christliche Gebot der Nächstenliebe setzte, ging es am anderen Ende der Stadt um die Rückabwicklung der wilden Migration aus braunen Ländern (eine Mission Impossible). Die angereisten Faschisten aus Norditalien brachten aber nur einen kümmerlichen Straßenumzug zusammen. Die National-Italiener von auswärts haben keine Ahnung, dass der Kampfspruch „Bolzano è nostra!“ bei uns heroben ganz anders klingt und verstanden wird als in Brescia oder Treviso.

Foto ORF Tirol

Dann große Erleichterung, als bekannt wurde, dass die bösen Schwarzen nur 200, die Guten aller Couleur aber 2000 Leute auf den Asphalt gebracht hatten, am Samstag, den 28. Feber. (Alle Zahlenangaben darüber gehen aufs Konto von Eigen- und Gegenpropaganda).

So hat also das Gute gesiegt. Die „Dolomiten“ schrieb, dass nicht nur Linke, sondern auch Konservative an der Gegen-Demo der Guten teilgenommen hatten. Nun, wer LH Kompatscher oder Altsenator Peterlini oder den Bischofsvertreter Hw. Runggaldier für konservativ anschaut, der sollte flink einen Optiker aufsuchen.

Jedenfalls haben sie ihre Befriedigung gehabt, die Guten. Das Gewissen hat seine Absolution bekommen. Nun tragen sie die Überzahl wie eine Monstranz vor sich her und meinen, sie wären im Recht und es würde nie und nimmer zu einer „Remigrazione e Riconquista“ kommen, wie das die Gegner fordern.

Dass aber die Rechtsaußen um Casapound, Veneto Fronte Skinheads * und Rete dei Patrioti keinen Hirngespinsten nachjagen, das verdeutlichen die Kommentare und Leserbriefe allenthalben – sogar in der „Dolomiten“! Der gebotene Respekt vor Kompatscher, Unterberger, Peterlini, Benedikter und Runggaldier hält gutmütige Gegenstimmen aus Südtirol nicht davon ab, darauf zu bestehen, dass endlich etwas getan werden müsse gegen die unheilvolle Überfremdung (egal wie man das Ding sonst noch nennt, es läuft darauf hinaus, und es geht dabei nicht nur um Einwanderer).

Nicht umsonst hat die pechschwarze Initiative „Remigrazione e Riconquista“ auf einen Schlag hunderttausend Unterschriften zusammen gebracht, um den eigenen, übrigens klassisch faschistischen, Gesetzesvorschlag im Parlament behandelt zu bekommen. Das sind die wahren Zahlen. Anstatt sich der Illusion einer geglückten Demo mit 2000 politisch und finanziell gebundenen Leuten hinzugeben, sollten Kompatscher und Gefolge lieber die Bedeutung von realen Zahlen in ganz Europa vertiefen – jene, mit denen Parteien und Medien wachsen, mit denen Wahlen gewonnen und Regierungen gebildet werden. Die guten Bozner haben sich ja selber etwas zusammengebastelt, gegen das sie wortreich demonstrieren.

 


*) Hier ein Post von VFS Veneto Fronte Skinheads (Auszug)

Lonigo, 31 gennaio 2026

La raccolta firme per la proposta di legge promossa dal comitato Remigrazione e Riconquista ha raggiunto le 50 mila sottoscrizioni necessarie per essere discussa in Parlamento. Obbiettivo che gli organizzatori si erano prefissati di conseguire in sei mesi, raggiunto in sole ventiquattro ore. […] una battaglia condivisa appena cominciata e che continua al fianco di coloro che non hanno mai abbassato la testa.

Nazione, Patria, popolo, confini, storia, sangue, identità.

Non ce ne andremo in silenzio.

Ferocemente.

Il portavoce


Titelfoto: Stillbild aus TV-Bericht von ORF Tirol. Mit gebührendem Dank an ORF und TZ.