BALD IST FEINSTAUBZEIT

20. November 2025

Na ja, erstmal kommen die Mercatino-Touristen und wir haben Feinstaub-Pause.

Schon länger hört man nichts mehr von ihnen: die gefährlichen PM 10, diese ganz kleinen, feinen Stäube, die sich an schützenden Schleimhäuten vorbei in die Lunge drängen. Vor Jahren gab es noch große Aufregung um Fahrverbote. Der Feinstaub-Alarm reiht sich ein in die Verbotitis, die grassiert, seit grüne Frauen regieren und Studierte in den Amtsstuben sitzen. Etwas mehr Lockerheit täte nicht schaden.

Seit jeher hat sich das Menschengeschlecht am offenen Holzfeuer prächtig vermehrt. Heute hingegen denken die Staatenlenker daran, das Heizen mit Holz zu verbieten. Seit Erfindung des Autos vernebeln die Giftschwaden unsere Atemluft, aber dagegen hat kein Mensch etwas (weil sie selber alle fahren). Aber komisch: Je mehr Autos und Gas es gibt, desto langlebiger scheint der Mensch zu werden.

Mit den politischen Fahrverboten war und ist es so ähnlich wie mit den Versuchen, die Hundehäufchen von den Gehwegen weg zu bekommen. Zuerst ein Haufen Statistik, Studien und Technik, dann verbietet man groß und setzt Strafen aus, dann besinnt man sich auf die Ausnahmen, und am Ende bleiben die „Dummen“ übrig, die der italienische Volksmund so treffend „sfigati“ nennt. Im Fall der Fahrverbote sind das die Leute, die sich keinen SUV leisten können oder wollen.

Dabei sind gar nicht die Motorabgase neuer oder alter, großer oder kleiner Autos das Problem. Den den größeren Teil des Feinstaubes macht der (Gummi-) Abrieb a l l e r Fahrzeuge. Also hilft es wenig, die alten Stinker zu verbieten. Aber sie knobeln ja schon eifrig am Landes-Klimaplan, der die ganz großen Verbote für alle fahrenden und heizenden Bürger bringen soll. Na ja, erstmal kommen die Mercatino-Touristen und wir haben Feinstaub-Pause. Und dann? Seit Covid, Bettenstopp und Hundesteuer könnten die Behörden und die Eiferer vielleicht etwas dazu gelernt zu haben.