Mit „Per sempre sì“ gewinnt Salvatore das Sanremo Schlagerfestival.
Das gefällt unseren heimischen „Frauen“ gar nicht. Jedenfalls nach dem Verriss zu urteilen, den Frau Sieglinde Höller großflächig auf der „Chronik“-Seite (!) der ganz offenkundig nicht mehr konservativen Tageszeitung „Dolomiten“ als „Analyse“ (!) vorstellt. (Trash, Tradition und TikTok – Altbackener Song: Wird Sal Da Vinci Italien beim Eurovision Song Contest blamieren, oder wird er für eine Überraschung sorgen? Dolomiten, Di. 3. März 2026, S. 4).
Der Schlagersänger Sal da Vinci, bürgerlich Salvatore Sorrentino (56) aus Napoli, hat sich wohl den Zeitgeist Melonis und der Fratelli (Italiens) zunutze gemacht und eine Ballade über ewige Liebe und eheliche Treue vorgetragen, beim Schlagerfestival von Sanremo. Und so den ersten Platz gemacht im hochheiligen Sangeswettbewerb National-Italiens.
Die Frau Höller empfindet das als schlechten Witz, da es für sie so etwas wie immerwährende Liebe nicht zu geben scheint. In ihrer verdeckt verächtlichen Rede gegen den schmachtenden Latin-Lover und abonnierten Liebling aller Schwiegermütter vom Alpenrand ab südwärts meint Höller wörtlich: „Man mag es kaum glauben“. Dass Italien einen alten Neapolitaner „mit einem Lied über die christliche Ehe auf die queere ESC-Bühne“ nach Wien schickt. Der Dame scheint es ein Wunder, dass der Mann die Qualifikation übersteht.
Abgesehen davon, dass sich der Künstler Salvatore in bester Sanremo-Tradition bewegt, ist Frau Höller ganz offensichtlich nicht vertraut mit der italienischen Fähigkeit des schnellen Begreifens. Die noch schneller ist, wenn es um Vorteil und die Pracht des Lebens geht. In Napoli ist das die Tugend überhaupt.
Benommen vom zerstörerischen Zynismus der bundesrepublikanischen Kultur des Todes (denn nichts anderes ist der politisch korrekte, woke Feminismus letztlich), ist deutsche Biederfrau außerstande zu riechen – ja, genau: riechen, schnuppern, spüren, annusare – dass und wann sich die Dinge anders ordnen und ein neuer Zeitgeist heraufzieht.