MEIN VOLKSWOHNBAU-MODELL

18. Dezember 2025

Was wäre, wenn das Land Südtirol («Staat»), sagen wir, schnell 1000 Wohnungen VWB bauen ließe?

Im Volkswohnbau waren sie Spitze, die technokratischen Systeme der 1920er und 1930er Jahre (Sowjets, Sozialisten, Faschisten, Nationalsozialisten). Es scheint, als müssten wir wieder bei denen in die Schule gehen (… denkt einfach an den Karl-Marx-Hof in Wien oder an die Südtiroler Siedlung in Lienz).

Volkswohnbau (VWB) heißt, das der Staat Wohnungen baut, einfache Wohnungen, die günstig gemietet werden können. Den Fehlbetrag zur Kostendeckung übernimmt der Staat. Es handelt sich um subventionierte oder bezuschusste Mietwohnfläche im Staatsbesitz.

Auf heutige Verhältnisse übertragen: Der Staat müsste große Wohnburgen bauen lassen mit uniformen, spartanisch einfachen Wohnungen. Nach meinen Vorstellungen soll es die Haustypen Jung, Alt, Kinder geben, sowie die Sonderformen Einwanderer und Rehab. Eine Wohnung im VW-Bau kann nur gemietet, nicht gekauft werden. Die Höchstmietdauer ist 15 Jahre. Die Miete beträgt nicht mehr als ein Fünftel eines durchschnittlichen Monatseinkommens aus der 2. IRPEF-Steuerklasse (33 %). Einschliesslich der Gemeinschaftskosten darf die Monatsmiete nicht höher (aber auch nicht niedriger) sein als 333 Euro (Geldwert-Stand 31.12.2025). Der junge, aufstrebende VWB-Mieter kann und muss zusätzlich zu seiner 333-Miete bausparen, um am Ende der Vertragslaufzeit in freies Wohneigentum überwechseln zu können.

Diese Volkswohnbauten sind ohne Nachweis der Bedürftigkeit frei beziehbar. Die Mieter fügen sich einer Hausordnung mit Schwerpunkt Sauberkeit, Ruhe und Schicklichkeit („decoro“). Sicherheitsleute mit polizeilichen Befugnissen überwachen die Einhaltung der Hausordnung rund um die Uhr (keine Blockwarte). Für transkontinentale Ausländer gibt es eigene, zu ihrer eigenen Kultur passende Häuser (das bedeutet ein Nein zur politisch korrekten Durchmischung und mithin falschen «Integration»).

Von der Gebarung her sollten die neu erbauten Häuser rasch gefüllt und – Achtung, wesentlicher Punkt! –  nach 15 Jahren abgerissen werden (d.h. wenn der zuletzt eingezogene Mieter die 15-Jahresfrist erreicht hat). Wer weiterhin im VWB-Standard wohnen will, kann sich für ein neues Haus anmelden.

Alles Illusion? Nein. Was wäre, wenn das Land Südtirol («Staat»), sagen wir, 1000 Wohnungen VWB bauen ließe, durchaus zu Marktpreisen, aber mit reduzierten Standards und nicht auf Kulturgrund. Vergleich: Eine Wohnung in Bestlage und A-Standard zu hundert qm vom privaten Bauträger schlüsselfertig geliefert kostet um die 450.000 € (2025). Bei geringerem Bodenwert und Baustandard und Skalenrabatt natürlich weniger. Käufer und Besitzer Land («Staat») wird 90% der Kosten übernehmen und für das 1000-VWB-Programm 300-400 Mio. Euro im Landeshaushalt ausweisen. Vergleicht das mit der Sanität und dem Straßenbau und ihr seht, wie machbar das ist.

Wien, 1930, Eldorado des Volkswohnbaues (c) waschsalon.at