SELBSTBESTIMMUNG AUF SARDISCH

19. November 2025

Eine Unterschriftenaktion fordert den Schutz des sardischen Schafes.

Da staunst, wie bei Tieren und Lebensmitteln unbekümmert von „Rasse“ und Schutz vor „Fremden“ die Rede ist. Um das geht es: Der römische Landwirtschaftsminister will das juristische Regelwerk zur Produktion des „Pecorino Romano DOP“ abändern. Dieser originale Schafskäse wird weltweit stark nachgefragt, seit Feinspitze wissen, dass die Pasta „Carbonara“ nur und allein mit diesem Käse das seligmachende Wahre ist.

Der Minister öffnet ein Türchen, damit mehr von diesem Stoff auf den Markt kommt und mehr Geld in interessierte Taschen. Dafür wollen die Regierung und industrielle Kreise neue Schafzüchtungen aus Israel (Assaf) und Frankreich (Lacaune) für die Produktion des Käse zulassen.

Da 95% des Pecorino Romano DOP auf Sardinien gewonnen werden, sind die sardischen Schafmilchsteller in heller Aufregung. Sie sehen das Ende der freien Schafweide und der traditionellen Schafrassen auf ihrer Heimatinsel kommen.

Es werden geschlossene Ställe entstehen, sagen sie, mit Massentierhaltung, Fotovoltaik und Windrädern. Die Hirten und die typische sardische Landschaft werden verschwinden. Der unvergleichliche Geschmack des Käse wird dahin sein, und damit die Quelle der Wertschöpfung. In Zukunft werden multinationale Konzerne nicht nur den Pecorino, sondern auch die Sarden vereinnahmen und sich untertan machen.

Die Forderung der DOP-Sarden ist klar: Hände weg von den „razze straniere“. Festschreibung im Regelwerk der „razze lattifere identitarie“.

‚Jede Ähnlichkeit mit lebenden Personen ist zufällig und nicht beabsichtigt‘, heißt es im Abspann von Kinofilmen. ‚Jede Ähnlichkeit mit politischen Gedanken betreffend Menschen ist rein zufällig, aber doch sehr zutreffend‘, möchte man hier anmerken.