Sprecht gefällig Italienisch: „Die Alpini haben euch erobert“. So ein Schmarrn.
Die weinselige Parodie von einem mittelalten Italiener mit Rayban-Sonnenbrille (ein „Gorge Clooney für Arme“, spottet JWA), Gast des Köcherschen Weinfestes, läßt sich in einem kurzen Selfievideo über die vielen deutschen Schilder in Meran aus und dass es ihn anzipfe, dass die Leute hier Deutsch reden. Schließlich „haben euch die Alpini erobert“, ätzt der angebliche Journalist namens Parodi in sein Handy.
Das Ding wäre nie und nimmer der Beachtung wert, aber so ist es nun mal mit den „Socials“: reagierst du nicht, lässt du dem Gegner die Netzhoheit, und das kann nicht sein, am wenigsten bei den allerdümmsten Provokateuren. Und wenn die SVP schon edel schweigt, müssen halt andere den Job machen.
Die Schützen stellen unabhängig von diesem virtuellen Mikrovorfall fest: „Am 11. November 2025 jährt sich zum 107. Male jener Tag, an dem im Jahr 1918 italienische Truppen den Brenner und das Gebiet um Toblach erreichten. Die Besetzung erfolgte nach dem Waffenstillstand – ohne militärischen Widerstand.“ (Pressemitteilung zum Tag des 11. November).
Wir geschmähten „Ceteros“ sind dem bärtigen Streiter für Therapiefreiheit und mehr, Mister Wirth Anderlan, dankbar, dass er diese ultrakurze und weinselige Meraner Schowi-Parodie auf Instagram ordentlich fertig macht. „Die Alpini haben noch nie einen Krieg gewonnen“, ätzt JWA völlig nüchtern zurück.