WOHER DIE TEUERUNG?

Freitag 30. Oktober 2026

Ende der Fahnenstange.

Herr Südtiroler wacht auf und stellt entsetzt fest, dass er sich sein bisheriges Leben nicht mehr leisten kann. Schon lange rast der Teuerungs-Tsunami über den Kontinent. Jetzt erreicht die Monsterwelle die Küsten des Dolomitenlandes. Winterreifen? Teuer. Ausgehen essen? Luxus. Am 20. des Monats Ebbe im Geldbeutel. Herr Südtiroler gerät in Panik. Was, wenn die Jugend jetzt auch noch alles kurz und klein schlägt? „Wir sollten nicht warten“, meint er, bis die Wut das System angreift.

Es ist das gleiche „Wir“ von „Wir sind geimpft“, „Wir stehen mit Kiew“ und „Wir sind Greta“ (damals noch, als sie gegen Öl und Gas war). Wer dieses „Wir“ sagt, hat den fatalen Lockdown mitgetragen, hat zur Sprengung von Nordstream 2 geschwiegen, befeuert medial einen aussichtlosen Krieg gegen Russland, sagt Ja zu gedruckten Steuermilliarden (PNRR), empfindet die CO2-Steuer für notwendig und nimmt die Sprengung von Kohle- und Atomkraftwerken hin genauso wie die haarsträubende Euro-Geldpolitik von Madame Lagarde (die jetzt das Handtuch schmeißt). So, damit hätten wir grob all die Inflationstreiber beisammen, die heute einschlagen wie eine Bombe.

Zynisch, aber wahr: Fehler kosten Geld. Jetzt musst du halt blechen. Nur hilft Zynismus ebenso wenig weiter wie die nächste Illusion von Herrn Südtiroler: Dass „Wir“ da noch etwas aufhalten könnten (meint er gar die Südtiroler Politik?)

Die bittere Wirklichkeit ist die, dass die bisherige Art, unser Leben zu führen, an ihr eigenes Ende kommt. Und mit ihr die in den Medien groß ausgelegten Meinungen, die dieses Leben in ewiger Genusssucht hervorgebracht hat. Ende der Fahnenstange.

Die Löhne können nicht steigen, weil Europa mit dem Einkauf bei den Chinesen, der Zurückweisung russischer Energieträger und dem Klimawahn den Löffel abgegeben hat. Erst wenn diese Fehler korrigiert sind, kann es wieder aufwärts gehen.

Höchstwahrscheinlich wird es nicht ohne Gewalt abgehen, denn man hat ja gesehen, wie stur und mächtig das ominöse „Wir“ gegen alles geht, was seiner Sicht entgegensteht.