TERROR ZWINGT ZUR UMKEHR

Mittwoch 25. März 2026

Vor 10 Jahren geschrieben.

Vor dem Hintergrund des aktuellen Krieges Iran vs USA/Israel noch einmal aufgelegt zur kritischen Begutachtung.

von Georg Dekas am 24. März 2016

Die Meinung der großen und kleineren bürgerlichen Zeitungen Europas steht fest: ISIS, die radikalislamische Terror-Armee, muss mit allen Mitteln vernichtet werden. „Militärisch“, schreibt Toni Ebner in seinem Leitartikel vom 24. März 2016 in der „Dolomiten“. Mit „überlegener Feuerkraft“, schreibt „BILD“ schon einen Tag zuvor (den Ebner gelesen haben muss). Soweit so klar, und man möchte sagen: Endlich! Auf UT24 sagt der Presseklick schon seit Paris, dass nur einen Flugzeugträger ins östliche Mittelmeer zu entsenden keine angemessene Antwort auf die arabische Gefahr ist.

Vernichten notwendig, aber nicht hinreichend

Gestern, am 23. März 2016, haben zwei weitere Titel Aufmerksamkeit erregt. In unserem Österreich hat der Herausgeber Wolfgang Fellner öffentlich gefordert, über ein Verbot des Islam in der Republik nachzudenken. Am selben Tag titelt der nationalkonservative „Il Giornale“ aus Mailand auf seiner Online-Ausgabe: „Via l’Islam da casa nostra“ („Raus mit dem Islam aus unserem Haus“).

Diese beiden Stimmen verweisen auf die Werte-Ebene hinter den Ereignissen in der physikalischen Welt. Was diese Stimmen sagen wollen ist: Schluss damit, jeden beliebigen Wert als gleichberechtigt mit anderen Werten hochleben zu lassen.

Unsere Werte unter Druck

Die technischen und kulturellen Erfindungen des Westens haben eine globalisierte Welt geschaffen. Nichtwestliche Kräfte benutzen den Hebel der Technik, um die  bürgerlichen und (reformierten) christlichen Werte aus der Zeit der Aufklärung stark unter Druck zu setzen. Diese aber sind die Verfassungsgrundlage der westlichen, demokratisch verfassten Staaten. Der Islam ist dabei nur eine der ganz realen Bedrohungen. Afrikas verlorene Menschen eine weitere. Die anonyme Finanzwirtschaft noch eine. Die größte Gefahr jedoch ist eine hausgemachte.

Gottlose Lustgesellschaft

Der Westen geht an seiner gottlosen Lustgesellschaft zugrunde. Das alles erlaubende Lustprinzip wird  angebetet und überall geduldet. Die Folgen sind zerrissene Familien, neue Armut, zerstörte Leiber und Seelen, Mörder und Selbstmörder, Korruption und die unumschränkte Macht des „Großen Bruders“. Es herrschen gewissenlose Karrieristen, Geldhaie, schönfärberische Redner. In dieses faule Loch greift der Terror hinein, und er hat leichtes Spiel.

U wie Umkehr, Hufeisen wie Hoffnung – Bild (c) G. J.Dekas

Fortsetzung: Die Wiedergeburt der Freiheit