Es regt sich berechtigter Widerstand.
Auf der Netzplattform change.org startet gerade eine Petition gegen das beabsichtigte Gesetzesvorhaben im römischen Senat, welches Pferde legal zu Haustieren macht und damit das Schlachten von Pferden zum Zweck des Verzehrs verbietet. Gabriella Santarcangelo, die Initiatorin der Petition gegen das Verbot schreibt: „Sono di Catania e qui il consumo di carne di cavallo è una tradizione profondamente radicata nella nostra cultura culinaria e sociale. Questa carne non è solo un alimento, ma una parte dell’identità di molti di noi.”
Sizilien will auf Pferdefleisch nicht verzichten. Überhaupt: Warum sollte das Leben eines Hauschweins oder eines Lämmchens weniger wert sein als das eines Pferdes? Auch in Südtirol steht man dem drohenden Verbot von Pferdeschlachtung und Verkauf von Pferdefleisch ablehnend gegenüber: Die Entscheidung drüber, welches Fleisch man esse oder nicht, liege allein beim Verbraucher, heißt es.
Gestern hatte eine prominente Dame mit diesem Verbot aufgeschreckt. Unterm Schirm und dem Etikett SVP hat diese Dame eine Vertretungsvollmacht für Südtirol im Senat der Republik inne. Sie weidet diese Vollmacht aus, indem sie, zumindest medial, Gender- und Tierschutzthemen lanciert. In diesen Tagen will diese Senatorin nicht nur das Pferdefleisch, sondern auch den Hass auf Frauen unter Strafe stellen (so, als ob die Frauen eine gesonderte Rasse wären, der Hass auf Menschen nicht genüge und vom Strafgesetzbuch nicht schon hinreichend sanktioniert würde).
Pferde als Haustiere? Ja, in den wohlhabenderen, edelgrünen Haushalten mit Pferdetöchtern wird das ja ziehen. Ob das Mandat im Senat damit ausgefüllt ist, steht auf einem anderen Blatt.