SCHÜTTSTURM HÄPPENZ PAMER

Montag 20. April 2026

Ein SVP-Landesrat (Frau) fühlt sich angegriffen.

In der «Dolomiten» steht heute ein eher unguter Beitrag aus der Feder von Isabel Hansen, dessen Gegenstand die SVP-Landesrätin Rosmarie Pamer ist (bekannt im ganzen Land). Zum einen geht es um ein politisches Manöver* und zum anderen um die Beschimpfungen, bzw. den digitalen «Anschiss»*, den sich die Landesrätin für das Ressort Soziales aufgrund dieses Manövers im Netz gefallen lassen muss oder auch nicht – sie prüft eine Klage, heißt es. 

Das Ungute am Hansen-Artikel ist nicht so sehr die hochgradig emotionale Empörung über die massive Kritik und Pamers recht bescheidene Verteidigung ihres politischen Manövers, das Ungute ist die Verknüpfung dieser ganzen Angelegenheit mit der Landesrätin Frausein. Im Joint-Venture-Artikel Pamer-Hansen steht das so: Bildtext (sinngemäß): Hass und Hetze treffen einmal mehr eine Frau. Im Text: Dieser Hass wäre Männern gegenüber kaum denkbar. 

Also so geht das nun gar nicht. Abgesehen von der Gratisvermutung Richtung Männer (wisst ihr, was der Merz alles einstecken muss?) geht es in der Sache überhaupt nicht um Frau oder Nicht-Frau, sondern um die Amtshandlung* einer politischen Führungskraft, die halt nicht gut ankommt, und das aus sehr guten Gründen. 

Bei der anständig honorierten Funktion «Landesrat» (m/w/d) müsste auch garstiger Widerstand längst eingepreist sein. Viele scheinen der «Rosmarie» und Goaslschnöllerin zuzutrauen, harsche Widerworte zu «heben». Wenn das offensichtlich nicht der Fall ist, dann sollte Frau vielleicht ihr eigenes Marketing überdenken, aber nicht wegen eines so genannten «Shitstorm» von hebig auf Opfer Frau schalten (oder sich schalten lassen). 

Zum Hintergrund:

*Das Manöver: «Flüchtlingsfamilien» sollen von der Stadt Bozen weg aufs Land gesiedelt werden. Den Mietzins für die Wohnungen übernimmt das Sozialressort des Landes (Rosmarie Pamer, SVP).

*Der Schüttsturm: Viele Leute sind dagegen und äußern sich dazu, freilich nicht auf die feine englische Art.

*Die Aussage der Landesrätin in der heutigen «Dolomiten»: Die Ausgaben seien eine Investition in Integration.