REDEN WIE RABENSTEINER

Mittwoch 8. April 2026

Ja zu Südirolisch im Südtiroler Landtag.

Der Hannes Rabensteiner von der Süd-Tiroler Freiheit (STF) ist ein Zimmermann und damit einer der wenigen Abgeordneten zum Südtiroler Landtag, der wirklich mitten aus der arbeitenden und produktiven Schicht der Bevölkerung kommt – kein Jurist, kein Lehrer, kein Beamter, keine Quotenfrau, kein Verbandslobbyist mit dem Fleißzettel in der Tasche. 

Der Hannes Rabensteiner von der Süd-Tiroler Freiheit (STF) ist der erste angestammte Einheimische, der zur Angelobung in sein demokratisches Parlamentsamt die Tiroler Festtagstracht getragen hat. Nationaltracht nannte man das bis 1920.

Der Hannes Rabensteiner von der Süd-Tiroler Freiheit (STF) ist der erste Abgeordnete zum Südtiroler Landtag, der einen vollgültigen Antrag auf einem einzelnen Blatt Papier in eigener Handschrift eingereicht hat (im Bild). Mehr Kampf gegen Bürokratie und Konformismus geht nicht.

Der Hannes Rabensteiner von der Süd-Tiroler Freiheit (STF) ist der einzige Abgeordnete zum Südtiroler Landtag, der sich nicht für seinen Mutterschnabel schämt. 

Lieber als gemurkst herumzudeutschen wie etwa Landtags-Kollege Schuler aus Plaus (SVP), wählt Hannes Rabensteiner die Heimatsprache, in der er sich vollgültig ausdrücken kann. Seine deutsche Sprachvarietät ist weder verboten noch unbekannt. Es ist auch kein Aboriginee. Er tut damit niemandem etwas zuleide, denn der Übersetzerdienst, so hört man, hat keinerlei Schwierigkeitden, unser aller Heimatidiom ins Italienische zu übersetzen, für die Herren Landtagsabgeordneten Bianchi und Galateo etwa.

Welche beide den Sprachenstreit vom Zaun gebrochen haben, weil ihnen der Hannes Rabensteiner gar nicht gefällt. Sie wollen ihm den Gebrauch des Südtiroler Dialekts im Landtag vergällen. Verständlich, die beiden Herren sind in der Wolle gefärbte Italo-Nationalisten hart an der Grenze zum Duce. Sie mögen sonst ganz nette und tüchtige Männer sein, aber wenn es um den Sieg und Triumph der Tricolore geht, da werden sie zu Zeloten. Scheinheilig bringen sie vor, auf ihrer Seite würde ja auch niemand neapolititanisch reden. Meine Herren, in Neapel sind wir nicht – und wären wir es, würden wir neapolitanisch ganz sympathisch und dem Geist des Ortes angemessen empfinden – also lasst es bitte fallen, dieses Scheinargument. 

Ignoriert die Lokalsprachen Deutsch, Ladinisch und Südtirolisch wie ihr wollt  – die Kopfhörer der Simultanübersetzung nehmt ihr ja doch nicht ab, weil euch schlicht die Sprachkenntnisse fehlen. Wenn ihr einmal leidlich Deutsch sprecht, so wie die Unseren Italienisch, oder wenn wir anderen einmal das exquisite Vergnügen hätten, euch in der Weltsprache Englisch zu hören, dann reden wir weiter über Sprache und Sprachen in einer Demokratie. 

Bis dahin wünsche ich euch einen Abgeordneten aus Ladinien, der von seinem Recht Gebrauch macht und der das Ladinische, die älteste Sprache des Landes und die dritte Amtssprache des Landes, konsequent in den Landtagsdebatten einsetzt. Damit das Dumm-Argument, man müsse eine hochprozentig destillierte Hochsprache gebrauchen, um verstanden zu werden, endlich die Etsch hinunter rinnt, dorthin, von woher dieser linguistische Monismus kommt. Mitsamt euren Kollegen Konformisten, die euch im Landtag die Stange halten und damit sagen, was sie von der eigenen Südtiroler Herkunft halten. Nicht gerade viel. Oder halt nur so viel, wie es das miserable Stück Autonomie hermacht, das sie eurer Meloni abgelächelt haben.