…ist eine schöne Sache.
Joshua Kimmich ist der Mannschaftskapitän Deutschlands bei der Fußball-Weltmeisterschaft in den Staaten und Mexiko. Bei BILD spricht er vom „positiven Patriotismus“, zu dem er und der WM-Fussball beitragen wolle. Gegen die schlechte Stimmung in der „Heimat“, – ja, dieses Wort verwendet Kimmich öfter im Gespräch mit der Zeitung.
Möge es gelingen. Deutschland hat Selbstrespekt und Eigenliebe nötiger denn je.
Wobei das mit Fussball und Heimat nicht immer leicht ist. Ein höchst bemerkenswerter Vorfall zeigt das auch bei der Kicker-WM – wieder berichtet BILD (nur findet man den Beitrag nicht mehr).
Der Schwede Yasin Ayari erzielt das erste Tor gegen Tunesien, hebt danach entschuldigend die Hände, während seine Mitspieler jubeln.
Yasin ist Schwede, sein Vater Tunesier. Befragt, bemüht sich Vater Ayari zu betonen, er sei stolz, dem Land etwas zurückgeben zu können, das ihn aufgenommen und gefördert habe. Der Sohn bekräftigt, er sei Schwede und er spiele für Schweden.
Auch das ist positiver Patriotismus, aber sicher nicht immer leicht bei den gekreuzten Identitäten unserer Zeit.
Yasin Ayari geht nach dem Tor an den Rand des Spielfeldes, kniet nieder. küsst den Boden und spricht etwas. Wahrscheinlich ein Gebet.
Vielleicht ist das der Grund, warum die BILD ihren Bericht über das Nicht-Jubel-Tor aus dem Schaufenster entfernt hat.
Joshua Kimmich darf sich über „viele Spieler“ mit „verschiedenen Religionen“ freuen. Aber wenn es um den Islam geht, bekommen manche kalte Füße.