Wohnungsenteignungen gefordert.
Unter dem Schlagwort NICHT EINE MARICARMEN MEHR hat es in Madrid am 26. September 2026 eine gewaltige Demo gegeben. (EPOCJH TIMES berichtet)
Ja, Zwangsräumungen und Wuchermieten sind eine soziale Geißel. Politisch wird seit Jahrzehnten von „leistbarem“ Wohnen geredet, auch in Südtirol, getan wird aber nichts. Die Politik will es sich mit der Klasse der Wohnungsbesitzer und den großen Immobiliengesellschaften nicht verscherzen.
Während die Mieter in Italien Narrenfreiheit haben (und die leidenden Besitzer das Angebot zurückhalten), sind die Mieter andernorts, gerade auch in Berlin, die neuen Kühe im Stall: Nur da, um gemolken zu werden bis zum Anschlag. Und entsorgt, wenn alt. So wie die 87jährige Maricarmen in Madrid.
Es ist auch in Südtirol ein Skandal, dass sich – Paradebeispiel! – Erben, die, sagen wir, ein Einfamilienhaus aus den 19-sechzigern geerbt haben, darin zwei Wohnungen zu je 1000 Euro das Monat vermieten, und auf diese Einkünfte ohne Gegenkosten ein neokapitalistisches Leben führen können, während deren Mieter zu zweit, anders ginge es gar nicht, je die Hälfte ihres Lebensunterhalts an die neue Blutsaugerklasse abführen müssen.
Es ist klar, dass jenseits aller politischen Ideologie und des Links-Rechts-Schema etwas dagegen getan werden muss, und zwar dringend. Mehrmals wurde auf diesem Blog zu einem neuen und radikalen Volkswohnbau angeregt.
Die Wahl in Berlin und die Demo in Madrid sind ein Weckruf.
Titelfoto: Bildschirmfoto Aus ET, (c) Oscar Del Pozo/AFP via Getty Images