Walpurgisnacht ist Hex-Time. Wie Heinrich Noé das Hexentreiben am Schlern beschreibt.
„Während die Nacht vorrückte, flohen einige dieser Schatten in das tiefere Gelände hinab, dann jagten sie über die Böden der Seiser Alp hin — es war ein ganz absonderliches Treiben, in welchem die Schatten sich in starre Säulen und die Säulen sich in Schatten zu verwandeln schienen.
Späterhin sagten die Reisenden, dass sie keinen Preis wüssten, für welchen sie die Erinnerung an diese Nacht in der erhabenen Wildniss hingäben. Über solche Worte lacht der Pöbel — derjenige, zahlreichere, Theil der Menschheit, der nach den Aussagen des indischen Lehrers Geschwüre statt der Augen unter der Stirn herumträgt.“
So beschreibt im Jahr 1880 der Münchner Bestsellerautor Heinrich Noé das Hexentreiben unter dem Langkofel als Naturschauspiel (Bozener Führer, Seite 221). (Meine Hervorhebungen, unten Bildschirmfoto des Buches).