Menschenjagd in Erfurt.
Kannst du dir ein Land in Europa vorstellen, wo Bürger um vier Uhr in der Früh unter Polizeischutz zu ihrem Versammlungsraum fahren müssen?
Weil später am Morgen vermummte Schlägertrupps auf sie Jagd machen? Angekündigt und vom Staat geduldet. Ja, wo sind wir denn hier? Wo darf man das heilige Recht auf Versammlungsfreiheit mit Fäusten, Stöcken und gellenden Schreien niedertreten? Nein, dieses Land ist nicht Russland. Wir sind in Erfurt, Bundesrepublik Deutschland, 4. Juli 2026.
Eine rechtlich voll zugelassene politische Partei, im Bundestag vertreten, in den Landesparlamenten, von Millionen Bürgern gewählt, will in Erfurt nichts anderes als ihren gesetzlich vorgeschriebenen Parteitag halten.
Dem wütenden Mob auf der Straße entgehen die Abgeordneten zum Parteitag, aber nicht der arme Reporter von Apollo-News, den die schwarzroten Schlägertrupps zusammenschlagen und wie einen wundgeschossenen Hasen jagen. Am Tag danach nennen sie ihn einen «Faschisten mit Presseausweis» – ganz Recht sei ihm geschehen, dem jungen Pressemann.
Deutschland, Deutschland, das endet böse.
Und wie nennt die etablierte Presse diese politischen Gewalttäter? Sie nennt sie «Gegendemonstranten». Wie? Eine Gegendemonstration setzt eine Demonstration voraus. Aber in Erfurt war da keine. Ein Parteitag ist bürgerliches Recht und keine «Demo».
Aber wenn es um die AfD geht – das ist die Partei «gegen» die in Erfurt nicht demonstriert, sondern auf die Jagd gemacht wurde – dann ist das offiziell eine «Gegendemonstration».
Gerade so, als würden die Straßenschläger irgendwie doch im Recht sein. Sind sie nicht. Wer die Bilder von Erfurt anschaut, weiß, dass dieses ewig zerrissene Deutschland einfach nicht fähig ist, aus der Vergangenheit zu lernen. Das ganze Pippi-Langstrumpf/Luisa Neubauer Gedöns rundherum lenkt ab. Übrig bleibt ein Muster wie 1926 (1). Halt Jeans statt Stiefel. Der feine Zwirn nickt dazu, und nennt Konservative «Rechtsextremisten», anstatt dem verbrecherischen Pöbel die Handschellen anzulegen.
(1) habe erst hinterher erfahren, dass ÖRR und Antifa der Partei mit dem Datum 3./4. Juli einen Nazitag von 1926 anhängen wollten. Selber Nazi.
Das Titelbild ist von Jan Ohmen aus BILD.de, mit Dank.