EHRE DEM VATERLAND

Montag 26. Oktober 2026

Großer Österreichischer Zapfenstreich

BOZEN – Ganz in Rot-Weiß-Rot getaucht war der Waltherplatz am Sonntag, den 25. Oktober 2026. Zum 60. Nationalfeiertag der Republik Österreich gab der Südtiroler Schützenbund den „Großen Österreichischen Zapfenstreich“ im Herzen der Südtiroler Landeshauptstadt.

Beim feierlichen Einmarsch auf den Waltherplatz waren es vor allem die Ehrenformationen der Schützenbezirke Pustertal und Bozen, die zusammen mit der Musikkapelle Enneberg und dem Kortscher Trommlerzug dem Festakt sein militärisch-traditionelles Gepräge verliehen.

Nach der Aufstellung eröffnete Bundesgeschäftsführer Mjr. Egon Zemmer den Festakt und begrüßte die Ehrengäste, namentlich den österreichischen Generalkonsul in Mailand, Mag. Wolfgang Lukas Strohmayer, den Nationalratsabgeordneten und Südtirol-Sprecher der FPÖ, Christofer Ranzmaier, die Südtiroler Landeshauptmann-Stellvertreterin Rosmarie Pamer, Südtirols Altlandeshauptmann Dr. Luis Durnwalder. Ein besonderer Gruß galt den Vertretern der Stadt Bozen, die für die Veranstaltung die Schirmherrschaft übernommen hatte.

Bundesfahne weht über dem Waltherplatz

Nach dem landesüblichen Empfang mit Ehrensalve wurde die rot-weiß-rote österreichische Bundesfahne von der Fahnenabordnung junger Offiziere aus den Schützenbezirken auf den Waltherplatz getragen und feierlich gehisst. Dieser symbolträchtige Akt unterstrich die enge historische und emotionale Verbundenheit der Südtiroler Schützen mit Österreich.

Anschließend erklang der „Große Österreichische Zapfenstreich“, dargeboten von der Musikkapelle Enneberg. Diese traditionsreiche militärmusikalische Zeremonie mit Musik, Kommandos und exakt aufeinander abgestimmten Bewegungen der Formationen war der Höhepunkt des Abends.

Soldatische Tradition

Der Große Österreichische Zapfenstreich sei weit mehr als eine musikalische Darbietung, betonten Karin Meister und Ehrenkommandant Elmar Thaler, die als Moderatoren durch den Abend führten. Der Große Österreichische Zapfenstreich stehe für soldatische Tradition, Gemeinschaft und Heimat. Seine Aufführung zum Nationalfeiertag sei eine tief gefühlte Feierlichkeit in allen Bundesländern.

Nationale Minderheit

Landeskommandant Mjr. Christoph Schmid stellte in seiner abschließenden Ansprache die Verbundenheit Südtirols mit Österreich in den Mittelpunkt: „Wir sind eine österreichische Minderheit im italienischen Staat.“ Dieses Bewusstsein müsse als Grundpfeiler des politischen Handelns und des Zusammenhalts in Südtirol gestärkt und dürfe nie vergessen werden.

Dank

Der Landeskommandanten dankte allen Beteiligten, die zum Gelingen des Festaktes beigetragen hatten und würdigte die jungen Schützen, die den Festakt mitgestaltet hatten. In zahlreichen Proben und Vorbereitungen hätten sie großes Engagement gezeigt. Redner danke dem Land Südtirol für die Unterstützung und der Stadt Bozen für die Schirmherrschaft.

Ehre dem Vaterland

Mit den Worten „Alles für Tirol und Ehre unserem Vaterland Österreich!“ und einem dreifachen „Schützen-Heil!“ schloss der Landeskommandant den Festakt.


Alle Fotos: © SSB/Richard Andergassen

P.S.

Was in Bozen eine eine Premiere war, ist in Innsbruck Tradition. Hier ein Bild-Ausschnitt aus der TT – Tiroler Tageszeitung vom Sonntag, 25. Oktober 2026