DIESEL-GAU IN ITALIEN

Dienstag 20. Oktober 2026

Revolte auch im Süden.

Alles schaut und berichtet von den Massenunruhen in den europäischen Hauptstädten. Brand und Gewalt, wohin das Auge blickt. Unterbelichtet bleibt dabei die Revolution, die sich im äußersten Süden Italiens zusammenbraut.

Dramatische Aufnahmen und Aussagen im Netz, auf TikTok, endlose Kolonnen von Riesentraktoren und von Sattelschleppern, die alle wichtigen Knotenpunkte im Straßennetz Süditaliens blockieren.

Das Erste, was die Landwirte und die Frächter sagen, ist, dass ihre Not von den Hauptmedien verschwiegen und ausgeblendet wird. Dafür ist das Netz lebendiger, schneller und wahrhaftiger denn je.

Hier rechnet ein Fuhrunternehmer vor: Mit seinem LKW fährt er nach Mailand hin und zurück und braucht dafür 3.000 € an Diesel. Von diesen 3.000 € kassiert der Staat die Hälfte: 1.500 €. Der Mann steht vor seinem Kühllastwagen und zeigt die mächtigen Dieseltanks.

Seine Rechnung ist nicht nur wichtig, weil sie anzeigt, was der Staat in die eigene Tasche wirtschaftet. Dieses TikTok-Video zeigt die Achillesferse Italiens. Frisches Obst und Gemüse – darunter die „heiligen“ Tomaten – werden fast nur im Süden angebaut und mit Diesel-Lastwagen zügig und frisch jeden Morgen über die lang gestreckte Halbinsel in die Metropolen des Nordens gekarrt. Wenn der Diesel jetzt zur Überlebensfrage der Landwirtschaft und der Frächter wird, dann bricht diese Lieferkette.

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch im Norden die Regale der Supermärkte leer bleiben. Dann werden die Stadtplätze voll. Und es werden nicht nur Maranza sein. Die politischen Konsequenzen sind unabsehbar.

Hier tut sich eine Ähnlichkeit auf zu längst vergangenen Zeiten in Chile, auch das ist ein lang gestrecktes Land entlang der Pazifikküste in Südamerika. Im Jahr 1973 kippten dort die LKW-Fahrer die gewählte Regierung von Salvador Allende und machten damit den Weg frei für die Militär-Diktatur von Augusto Pinochet. Sie ließen ihre Lastwagen einfach auf den Straßen stehen.

Die Regierung Meloni wird deshalb kein Glück damit haben, die Lastwagen und die Megatraktoren der Süditaliener von der Polizei beschlagnahmen zu lassen. Auch das Militär, das sie gegen die Maranza in Mailand schickt, ist mehr eine optische Frage als eine Problemlösung.

Inzwischen wird die Frage des „Carovita“ also des überteuerten Lebens zu einer Existenzfrage für Millionen. Durch das Internet wissen die Leute genau, was die Ursachen für den teuren Diesel und den schwachen Euro sind. Es ist dies der Angriffskrieg, den Israel und die USA gegen den Iran führen und es sind die Sanktionen gegen Moskau samt der gepumpten Milliarden, die nach Kiew überwiesen werden, um die Ukraine in die EU zu holen.

Meloni steht hinter Netanjahu und steht hinter Selenski. Das eigene Volk sagt ihr jetzt: Beim Diesel, du kannst nicht hinter uns und hinter denen beiden zugleich stehen. Du musst dich entscheiden.