Letzte Halbzeit Kompatscher.
Nein, hier geht es nicht um Arno Kompatscher. Es geht nicht um Ergebnisse. Es geht um Auftritt. Einen doppelten. Ein eitler Schurnalist beschreibt einen eitlen Politiker. Magazin-Stil in Tageszeitung: Unser Star-Schriftsteller: Felix Zuchristian.
Ein Novize? Ganz alt kann er nicht sein, so wie er sich über die Beistriche und Fälle hinwegsetzt (siehe unten). Jung ist jedenfalls der Stil, der tändelnd am Äußeren hängen bleibt und eine Seite Wörter verbraucht, ohne dass eine einzige Silbe ZUR SACHE fällt. Wohl aber kommt ein pompöser Kronleuchter ins Bild (mit Fallfehler), das offene Hemd von Kompatscher, der selbstsicher, Zitat: „nur mit einem Mikrofon bewaffnet“ ist – na, ich weiß nicht.
Andererseits kann der glückliche Redaktöör so unreif auch wieder nicht sein, denn er vergleicht großzügig aus seiner US-Erfahrung, Zitat: „In gewisser Weise erinnert die Inszenierung an die Wahlkampfauftritte des ehemaligen US-amerikanischen Präsident Barack Obama.“
Bei so einem hohen Rückgriff kommt dem neuen, neunmalklugen Schreiber auch der folgende (angelesene) Gemeinplatz gleich zu Beginn der Schilderung flott aus der Feder, Zitat: „gibt sich der Landeshauptmann so wie er die letzten zwölf Jahre immer gewirkt hatte: Als großer Staatsmann im etwas zu kleinen Südtirol.“
Naja, den Rest von Kompatscher unter „alten Gemälden“ kann man in der Print-Ausgabe der TZ (vom 6. August 2026) lesen. Denn bevor es zum Eingemachten geht, bricht in der Online-Ausgabe der Feuilleton-Teaser ab. Wer will, kann Zuchristian auf Papier folgen. Bis der zum „Landeshauptmann der Widersprüche“ kommt, braucht es wohl noch ein paar Kronleuchter mehr.
Die Grammatik-Plutzer
Felix Zuchristian/TZ
Und übrigens…
Kompatacher im offenen Hemd beschreiben und ein Bild von ihm mit Krawatte und Anzug dranhängen, ist auch nicht das Wahre.