Neumodisch für Verabredung.
Auf Deutsch heißt es eigentlich nur Datum, das „Date“, das sich alle geben. Und noch mehr: Wer „Mein Date“ sagt, meint nicht einmal mehr das Treffen zu einer bestimmten Zeit, sondern kurzerhand schon den Liebespartner. Beim Schopf und beim Stingel. Eigennamen sind nicht mehr nötig, vielleicht auch gar nicht mehr erwünscht.
Wie fern die Zeiten, als man sich noch ein „Stelldichein“ mit dem Schatzele gab oder ein heimliches Schäferstündchen „ausmachte“. Alles zu romantisch, umständlich, lang. Date, that’s ist.
Schade nur, dass es im Südtiroler Alltagsdialekt so schicki und aufgesetzt wirkt: „Hosch heint a deit?“ „Wos isch nor mit dein deit? Wer da dialektal an Teit denkt, den Taufpaten ist sowieso schon von urvorgestern. Wer an eine „date“ denkt, an eine Dattel, der ist selber ein Dattel. „Daten musst, Burschi, daten!“
Titelbild: „Das Schäferstündchen“, Gemälde von Edouard Debat-Ponsan (Hist. Druck)
Eigenwerbung
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