Gutes fließt ab, Schlechtes bleibt.
Die Bilder von Ceuta machen Angst. Aber nur denen, die im Wohlstand sitzen und ihn allein für sich behalten wollen. Jetzt muss Europa eine Festung werden, fordert die junge Julia Ruhs in der Bild-Zeitung, mit Blick auf die jungen, kräftigen Männer, die aus ganz Marokko Richtung Spanien wollen. Als wollte sie sagen: Hilfe, die dürfen nicht rein.
Der Ruf kommt viel zu spät. Europa, vielmehr die EU, ist ein verkehrtes Nudelsieb, keine Festung. Offen für alles Schlechte, geschlossen für alles Gute. Hält das Mehlwasser, verliert die Nudeln.
Wir lassen die Guten und unser Geld nach Amerika gehen und behalten das ausgekochte Wasser, das aber bürgergeldwarm und CSD-trunken.
In Nordafrika warten nicht 60.000, nicht 600.000, sondern Millionen von jungen Menschen. Sie wollen arbeiten, Geld verdienen in den Tomatenfeldern und, ja, auch dealen, schließlich sind wir massenhaft Abnehmer), sich eine Zukunft aufbauen.
Die EU ist nicht imstande, die Nudeln vom Wasser zu trennen, das Gute herein und das andere durchfließen lassen.
Ganz zu schweigen von all dem, was uns das verkehrte Sieb bereits eingehandelt hat und das wir gerne wieder los wären.
Politisch gesagt
Ceuta ist noch lange nicht fertig. Als Australien zeigte, wie man eine Festung bildet und das Land vor illegaler Migration schützt, rümpften die Europäer die Nase. Waren sich zu vornehm und moralisch empfindsam. Ließen Millionen von Wirtschaftsflüchtlingen aus den vom Westen bombardierten Ländern herein. Asyl mit freier Sozialbörse. Diese Merkeliade rächt sich wieder und wieder. Nichts besser machen Meloni und Mette jetzt mit ihrem Rauswurf Spaniens aus dem Schengen-Raum. Wegen Ceuta, Huch!
Nur der Pedro Sanchez ist Manns genug. Gegenüber Trump, gegenüber Bibi, gegenüber Einwanderern. Legalisiert hat er Latinos, Gleichsprachige, würden wir das nicht auch tun? Selektiv ist er gegenüber dem Ansturm aus dem Südkontinent. Er sieht und er siebt richtig.