BUTSCHA FÜR SÜDTIROLER

Donnerstag 2. April 2026

Glatte Lügen für bequeme Leser.

Heute (1. April 2026) dicke Täuschungen auf den Politik-Seiten der «Dolomiten». Leider sind es keine Aprilscherze, sondern blanker Betrug.

Der Fake-Netanjahu

Allen voran der wegen Kriegsverbrechen geahndete Netanjahu, der in der Knesset Beifall klatscht über die Zustimmung des Parlaments zur Todesstrafe für «Terroristen» durch Erhängen. «Gestern abend», steht im Bildtext. Wenn man das Foto dazu genauer ansieht, wird einem recht schnell klar, dass dieser Netanjahu per Photoshop in das Bild mit der Knesset eingeklebt wurde. Im Netz hält sich derweil arg das Gerücht, Netanjahu sei tot oder außer Gefecht. AI und Photoshop machen ihn lebendig. So geht Kriegspropaganda heute, und das herunter bis zum trauten Heimatblatt, dank dpa und APA, versteht sich.

Das Fake-Massaker in Butscha

Dann, weiter unten auf der Seite eine Überschrift irgendwas mit «russischer Grausamkeit». Dazu ein Foto mit Kallas, Wadephul und Tajani, wie sie mit todtrauriger Miene rote Grablichter halten und an Butscha denken.

Butscha, dieser Vorort von Kiew, der am 2. April 2022 so grausam in die Schlagzeilen der Welt geworfen wurde. Das war vor vier Jahren. Die BILD zeigte damals unscharfe Drohnenfotos einer trostlosen Gegend, in der neun (habe sie gezählt) Leiber verstreut entlang einer Straße lagen. Die Titel sprachen von einer Massenhinrichtung von ukrainischen Zivilisten durch die russische Armee. Recht bald stellte sich heraus, dass die Sache vorsätzlich angerichtet, medial inszeniert und zum Propaganda-Popanz aufgeblasen worden war.

Die Russen waren schon vor vier Tagen aus Butscha abgezogen, Asow hinterher. Die neun erbarmungswürdige Opfer trugen weiße Armbinden, die sie als Freunde und Helfer der Russen auswiesen. Die Leichen am 2. April wirkten frisch. Die Asow hatte Kollaborateure hingerichtet. Die Briten (wahrscheinlich) hatten die Idee, daraus ein Russen-Massaker zu machen. So wurde das medial in die Welt hinaus geblasen.

Russland selbst wies energisch alle Anschuldigungen zurück und verlangte eine unabhängige Untersuchung durch die UNO. Von Kiew verlangten die Russen die Namen der Getöteten. Beides bis heute verweigert. Statt dessen gab es 8 Monate später ein zusammengeschnittenes Filmchen der NYT, das die Russen belasten und den Mythos Butscha festigen sollte.

Ein Klassiker des Informationskrieges, durchaus so wie die Pulle von Colin Powell, die dieser in der UNO hochhielt, um der Welt zu zeigen, dass Saddam Hussein im Irak Massenvernichtungswaffen hatte.

Warum Butscha

Im April 2022 brauchte der NATO-Westen ganz dringend einen unabweisbaren und anschaulichen Grund, um die Welt schlagartig davon zu überzeugen, dass die «Spezial-Operation» der Russen das Böse schlechthin war und jedes kriegerische Mittel dagegen eingesetzt werden müsse. Schließlich waren die Russen und Selenski ja dabei, in Istanbul einen bereits fertig verhandelten Frieden zu verkünden (alles nachlesbar).

Einseitige Trauer-Show

Vier Jahre später stehen die EU-Politiker mit Grablichtern und leeren Geldtaschen da und beklagen die russische Grausamkeit eines Phantom-Massakers. Der Krieg muss weitergehen. Geld muss fließen.

Bei realen Massakers, sei es dem vom 7. Oktober 2023, sei es vom anschließenden Rachefeldzug der Israelis in Gaza, da sind keine Grablicht-Aufstellungen von höchsten EU-Chargen bekannt.

Alles für die Seelen-Ruhe

Aber der gemütliche «Dolomiten»-Leser will nicht über Gebühr mit dem garstigen Lauf der Welt behelligt werden. Grablichter und Trauer kennt er vom wöchentlichen Begräbnis seiner Altersgenossen her, das wirkt heimelig. Und mehr als ein «Ruhe in Frieden» soll ihm nicht zugemutet werden.

Rückblick

Zu den Gründen und der Dynamik des Ukraine-Krieges hatte ich 2023 geschrieben:

„Der böse Wladimir nutzt die Stunde. Er lässt sich die Ukraine nicht vor der Nase wegschnappen. Einmarsch. Wut in Brüssel. Mediale Mobilmachung. Gelb-blaue Fahnen, verletzte Kinder und Mütter, verletztes Völkerrecht. Es geht um unsere Werte! Den Russen, diesen Orks, wird flugs ein Butscha angedichtet und schon kann sich niemand mit dem «Tyrannen» und «Kriegsverbrecher» Putin gemein machen.“