ABTREIBUNG IST NORMAL

Mittwoch 4. November 2026

Wie Feminismus tickt.

Die Parabel

Du Mann gehst mit einer jungen Frau aus. Sie bestellt vegan. Tiere töten geht gar nicht, sagt sie. Später wird über Beziehungen geredet. Kinder möchte sie keine, sagt sie. Sie führe ein selbstbestimmtes Leben. Sollten alle Stricke reißen gibt es immer noch die Abtreibung, sagt sie, und die ist das Recht jeder Frau.

Mann hat ein Schnitzel bestellt und genossen. Aber bei der Selbstbestimmung durch Abtreibung wird ihm sonderbar zumute. Er ahnt, dass mit dieser Frau nur mehr der Vergnügungskorridor begehbar ist. Eine wie viele. Folgenlos.

In Sachen Abtreibung ist er kein Fundi, aber das Herauslösen und Wegwerfen eines beginnenden Lebens, wo schon Kopf und Glieder sichtbar sind, über das möchte er nicht näher nachdenken, das graust. So wie das massenhafte Schlachten von Hühnern, Kälbern und Schweinen.

Der Mann einigt sich mit sich selbst: Töten ist unvermeidbar, aber es sollte Ultima Ratio sein, immer, bei Tieren und bei Menschen. Morden aus Lust niemals.

Es gab kein weiteres Treffen mehr zwischen der Veganerin und dem Schnitzelesser.

Die Debatte

In der Tageszeitung Dolomiten gibt es aktuell eine recht angeregte Debatte zur Abtreibung auf den Leserbriefseiten zu einer Sendung („Film“+Diskussion), die von Rai Südtirol Bozen (26. Oktober 2026) ausgestrahlt worden war: „Wem gehört die Schwangerschaft? Abtreibung in Südtirol.“

Zwei Leserbriefe dazu (am 30. Oktober 2026) hatten sich entsetzt gezeigt über das im Film propagierte feministische Weltbild. „Es wird so getan, als sei ein Schwangerschaftsabbruch eine ganz normale sachliche Entscheidung,“ kritisiert Herr Jörg aus Mals. Frau Winkler aus Vöran schreibt: „Es kamen nur Feministinnen zu Wort.“

Beiden Stimmen antwortet am 4. November 2026 eine Frau Sonia Zanat, Bozen in ihrer Eigenschaft als „Mitglied des Vorstandes des Kollektivs Basta.Suedtirolo“ (!). Sie sagt: Schwangerschaft gehört „der Person, die sie austrägt“. Gegner der Abtreibung würden „fremde Ansprüche“ erheben. Die Feministin endet ihren Brief mit: „Wer darf über Schwangerschaften urteilen? Selbstbestimmung darf nicht verhandelbar sein.“

Dieser „Kollektivlerin“ antwortet prompt eine weitere Stimme aus Vöran, Frau Johanna Kröss: „Ja, die Schwangerschaft gehört den Frauen, aber nicht das Leben eines Kindes.“

Touché!

Die Front

Praktisch heidnisch geht’s zurzeit in Polen zu. Nach der nationalkatholischen Quarantäne geben Feministen und LGBT etcetera Vollgas. Die Familienministerin der Pro-EU-Regierung Tusk III (seit 2023) ist eine ultralinke Feministin, die in Polen den amerikanisch-westeuropäischen Vorstellungen vom geschlechtlichen Glück den (gesetzlichen) Weg ebnet.

Schwesterliche Hilfe

„Abotak is the first on-site place in Poland where it will be possible to access support in having abortion with pills and, in the future, also a surgical abortion if we find the right specialists. We are creating this place so that each person can leave empowered with sisterly support – without trauma, shame or humiliation.“


Die Bilder sind Screenshots aus abotak.pl. Mehr Aktuelles aus katholisch-konservativer Sicht zu Polen bei CORRIGENDA