Feminismus in Wort und Schrift. Endlich ist er „gendergerecht“ der Duden, frohlocken die DUDEN-Frauen
12.000 neue Wörter wurden kürzlich in den heiligen Gral der deutschen Sprache aufgenommen. Wie ist es möglich, so viele bisher übersehen zu haben? Ach so, Ärztin, Tischlerin… Aber das sind gar keine neuen Wörter, oder? Aber nicht sichtbar genug! In Deutschland wird DER DUDEN zum DIE DUDEN. Ideologisch, statt den Sprachgebrauch nüchtern abzubilden. Ganz anders Italien: Ein Staats- Diktionär soll sich flüchtiger Moden enthalten Darauf besteht Italiens Treccani in klaren Worten.
Aus Geschichte nichts gelernt
Das hohe Amt des deutschen Wortschatzkanzlers übt DER Duden seit 140 Jahren vorbildlich aus. Auch wenn der Duden im Tausendjährigen Reich von 1933 bis 1945 sich auch einige Neuzugänge gleistet hat, die mehr dem Willen und Drängen des machthabenden Zeitgeistes entsprachen als der nackten „sprachlichen Realität“.
Zum ‚Auto“ gesellte sich damals der (Personen-) oder (Last-) ‚Kraftwagen‘. Der ‚Gesichtserker‘ für Nase war schon vordem ein Spott auf die Bemühungen, das Sprachdeutsch krampfhaft ummodeln zu wollen.
Lange wurde daraus die Lehre gezogen, sich beim Auflisten von Wörtern tunlichst politisch-weltanschaulicher Beweggründe zu enthalten, insbesondere wenn diese spalterisch die Gemüter bewegen, wenn sie noch gären und schäumen und längst nicht zur Reife gelangt sind. Wenn Sprachwächter dieses Gebot missachten, dann sind sie Partei und nicht mehr Instanz. Doch diese alte Lehre scheint vergessen.
Sonst würde ein Feminist wie Frau Heidi Hintner aus Bozen nicht so hell über die (jetzt von Frauen geführte) Duden-Redaktion frohlocken.