Schützen treffen ins Schwarze.
Ins Schwarze getroffen haben die Südtiroler Schützen mit ihrem „Großen Zapfenstreich“ in Bozen anlässlich des vaterländischen Nationalfeiertages vom 26. Oktober, der Österreichs „immerwährende Neutralität“ ehrt. Edle Sache.
Ins Schwarze getroffen, wie es treffliche Schützen halt können, und in diesem Fall sogar buchstäblich: Die Freunde der Schwarzhemden des Ventennio Fascista, putzmunter wie eh und je, fühlten sich zutiefst getroffen. Ihnen verleihen wir hier keine Stimme. Wir sind das Gezeter gewohnt und haben ihm bislang ganz gut widerstanden.
Schmerzhafter ist da schon die Überschrift in der Neuen Südtiroler Tageszeitung (TZ) vom Dienstag, 27.10. Die Zeitung spricht von sich aus von einer gezielten Provokation des Schützenbundes.
In scharfem Kontrast zu der den „Zapfenstreich“ verteidigenden Haltung der Südtiroler insgesamt, die im Sprachrohr „Dolomiten“ sehr positiv zur Geltung kommt. Offensichtlich haben sich die Schwarz-Roten Zeitungsleute von der Silbergasse von Tiroler Tradition und Geschichte verabschiedet nach dem Motto: Nur ein toter Indianer ist ein guter Indianer.
Zu dieser großen Verneinung kommen zwei weitere Ärgernisse im angeblich „progressiven“ Blatt. Das Kleinere und „modernere“ zuerst in der Ausgabe vom 28. Oktober 2026 (heute).
Da wird groß gejammert: Der Führerschein sei unerschwinglich für die jungen Leute, weil er 1.550 € kostet. Ja, wie? Soll denn alles gratis, flach und eben werden für die Erbsenkinder, nicht nur die Tampons, Binden und Kondome? Traut Ihr der Jugend überhaupt keine Eigenleistung zu? Der Kfz-Führerschein ist eine Investition fürs Leben. Ein Preis, der zu bezahlen ist. Eine Sommerarbeit, und das Geld ist herinnen. Was also soll diese Schlagzeile? Linkspopulismus.
Und jetzt das größere und tiefer liegende Ärgernis. Herausgeber Tribus spricht die Unruhen in Paris und Italien an, deutlich angewidert von der Gewalt. (Siehe oben, erster Bildausschnitt TZ vom 27.10. rechte Spalte). Seine Schlussfolgerungen sind alles andere als liberal, ein Attribut, das Sir Arnold gerne für sich in Anspruch nimmt.
Das Netz gehöre nach Arnold Tribus im Sinne einer „digitalen Demokratie“ geregelt – das heißt auf Klartext: beschnitten. Weil sich die Protestanten im Netz in Windeseile organisieren. Ein „Sumpf“ sei das, der trockengelegt werden muss. Diese Einstellung ist so, als ob im Jahre 1890 jemand gefordert hätte, die neuen Kraftwagen von Herrn Diesel sollten für alle Zukunft nur 1 oder 2 PS stark sein, damit die Pferdekutschen konkurrenzfähig bleiben. Nein, die schwarzgrünrote „Unsere Demokratie“ ist nicht das Ende der Geschichte. Und unsere Heimatliebe ist nichts, für das man sich schämen oder schwarzsehen muss.