Wichtig im Wohnbau ist anderes.
Heute, zum Tag des Wohnens, macht unser Tagblatt „D“ groß auf mit der Schlagzeile:
„3.000 leerstehende Immobilien nutzen statt Bauzonen ausweisen“
Das ist in Zitat, das sagt jemand. Zugleich ist es fettgedruckter Unsinn. Wer hat das Privileg, so groß rauszukommen? Unterm Titel steht: „Plattform Land fordert…“ Wer in aller Welt ist denn „Plattform Land“? Darüber hüllt sich der enz-lange Artikel in vornehmes Schweigen.
Es ist das übliche Ärgernis. Da fordert alle Welt „Transparenz“ bis über die Ohren und verbietet Muslimkleidung, und dann kommen diese vollverhüllten Lobby-Stimmen groß heraus, um von der Landesregierung ihre Agenda einzufordern.
Neben dieser „Plattform Land“ ist der „Klimaklub Südtirol“ auch so ein Pseudo-Verein, von dem niemand weiß, ob er aus drei oder sieben Personen besteht. Aktivisten, die großklotzige Forderungen zum „Klimaschutz“ stellen, als „Club“ getarnt.
Bei der „Plattform Land“ stellt immerhin einer sein Gesicht in die Zeitung, es ist ein bewährter Funktionär im Gemeindewesen. Der fordert jetzt ganz ungeniert, das Land möge Besitzern helfen. Denn leerstehende Immobilien müssen doch Besitzer haben, oder etwa nicht?
Das Land soll Geld reinbuttern in 3000 bestehende „Immobilien“. Sind es Häuser? Wohnungen? Ställe? Lagerhallen? Jedenfalls unterm Strich den Besitzwert auf Kosten der Allgemeinheit steigern. Ob die 3.000 Besitzer dann in die alte, aber schön restaurierte Liegenschaft auch Miet-Leute hineinlassen, ist mehr als fraglich – irgendwelche dunkelhäutigen Ausländer sowieso nicht.
Und das alles „STATT“ neue Grundstücke für den Wohnbau auszuweisen. Stark. Wiedergewinnung gut und recht, aber dafür neuen Wohnbau stoppen?
Die Begründung der anonymen Lobbyisten liest sich wie ein Romantik-Märchen aus der Grünwald-Villa von Pippi Lang: Kurze Wege, nette Nachbarn, weniger Autos, begrünte Flächen, usw. Was die platten Performer nicht sagen: Die Wiederherstellung dieser Schein-Idylle ist sündhaft teuer und zieht niemanden an – außer jene 10% der Bevölkerung, die bei Naturalia und Pur einkaufen, eine sichere Landes-Stelle haben und sich beim Wohnen ein Nah & Nett-Märchen finanziell leisten können.
Gemeinden, weist Grund aus! Es gibt genug davon. Es müssen nicht „Zonen“ sein, was für ein hässliches Wort, es genügen Grundstücke.
Öffentliche Hand, fördere radikale Modelle:
Das sind die Prioritäten, die den Tag des Wohnens menschenfreundlich machen.