DAS VOLK VON PARIS UND DER PAPST

Donnerstag 1. Oktober 2026

Eine konservative Revolution.

Da staunten die queren Regenbogenbrüder und der kleine Macron von der schwulen Sommerolympiade-Eröffnungsfeier nicht schlecht. Dort, wo am Nationalfeiertag am 14. Juli 2026 spärliche Zuschauer die Trüppchen der Selenski-Fans beklatscht hatten, versammelte sich am 26. September 2026 das französische Volk in der Heeresstärke von 800.000 Köpfen und Herzen zur Heiligen Messe mit Papst Leo, dem römischen Pontifex Maximus aus Amerika.

Pontifex heißt Brückenbauer, und das musste Leo völlig überraschend hinbekommen, als sich der eitle Macron flugs an seine Seite stellte, um etwas von der Glorie eines Massenbades abzubekommen, das nicht aus wütenden Gelbwesten oder den noch zornigeren Kindern der Nordafrikaner bestand.

Die 800.000 bemerkenswert jungen, traditionell katholischen Massen füllten die Champs-Élysées und strömten zur „Place de la Concorde“, wo der Papst die Messe las.

Schreibt David Engels auf TICHYS EINBLICK (30.09.26)

„Man muss es sich auf der Zunge zergehen lassen: Fast eine Million Menschen jubelte dem Oberhaupt der katholischen Kirche zu, als er genau dort die Eucharistie feierte, wo vor mehr als zwei Jahrhunderten die Hinrichtung Ludwigs XVI. und Marie-Antoinettes stattgefunden hatte – eine symbolische Wende von historischer Tragweite.“

Prof. Engels ist ausgewiesener Kirchenkenner. Er steuert in dem lesenswerten Aufsatz auf TICHYS EINBLICK die eine und andere Info bei, wie sich in Frankreich ein neues, traditionalistisch-patriotisches Milieu gebildet hat, das bei diesem Papstbesuch sichtbaren Ausdruck fand.

Nicht minder beeindruckend war Papst Leos Besuch in Metz, dort ebenso vor Massen von Leuten.

Habt keine Angst vor der Zukunft, sagt Ja zum Leben! Diese Botschaft des Papstes schlägt ein, weil ein vitaler Teil der jungen Franzosen das genauso empfindet, gerade jetzt. Gegen den leeren Konsumrausch, gegen den Tanz der Politik am Kriegsabgrund, gegen den Angst schaffenden Sensationalismus der Medien, gegen Krieg und Genozid.

Leo der Vierzehnte: Ein amerikanischer Pontifex feiert an dem Ort, an dem die Französische Revolution von 1789 die alte Welt über Bord warf, die Wiederauferstehung unzerstörbarer Werte.

Der Papst selbst sieht seine Reise nach Paris als „Wiedergeburt“.


Titelbild: Papst Leo XIV. winkt nach einer Gebetswache mit Jugendlichen im Stade de France in Saint-Denis bei Paris. (Bild: Thomas Padilla / Keystone)