Achtung, Italo fährt ein!
Während die italienische Staatsbürgerin Evelyn Palla als Chefin der Deutschen Bahn gegen 1000 Widerstände den Aufschwung sucht, macht ein Italiener die große Ansage.
Gianbattista La Rocca will mit dem Hochgeschwindigkeitszug Italo die deutschen Metropolen bedienen, und das sehr bald, schon ab April 2028.
Der Italo (1) ist ein Zug, gegen den der deutsche ICE altbacken aussieht (und fährt). Ledersessel, 5G und Starlink. Im Zwei-Stundentakt von München nach Berlin und stündlich von München über Köln nach Dortmund. 30 blaue Italo-Züge (von Siemens gebaut) zu je 500 Plätzen sind geplant. Die Fahrkarten sollen im Schnitt um ein Fünftel preiswerter sein als die der DB. Das ist Konkurrenz.
Was mir dabei am besten gefällt, sind die drei Klassen. Die 3. Klasse („Smart Class“) soll um 60% billiger sein als die erste Klasse („Club Exekutive“). Wie lange schreibe ich nun schon, dass erst die Rückkehr zur Klasse das Bahnfahren wieder attraktiv macht? Endlich tut’s einer.
Damit wird La Rocca die Deutsche Bahn rocken und nebenbei auch die ÖBB. Wenn er denn die Lizenz für die Schiene bekommt. Er will sie auf 15 Jahre. Da mauern die Deutschen (sie vergeben Fremdlizenzen nur für ein Jahr).
Wenn sie das tun und den Italiener ausbremsen, ist dem Abwrackstaat BRD wirklich nicht mehr zu helfen. Aber bleiben wir optimistisch. Irgendwann wird der Alptraum Merz & Bärbel & Pistorius doch vorbei sein müssen.
(1)
Die Italo Spa (AG) gehört der Familie Aponte (50%) einem US-Fond (35%), der Allianz (13%); 2% hält Luca Cordero di Montezemolo, früherer Ferrari-Chef und Gründer von Italo.