WASSERVERBRAUCH UND TOURISMUS

Dienstag 26. Mai 2026

Folge 2: Wieviel Wasser verbrauchen unsere Gäste?

Jüngste Zahlen: Im Winterhalbjahr 2025/26 verzeichnet die Tourismuswirtschaft in Südtirol den Rekord von 14,7 Mio. Nächtigungen (3.5 Mio. Ankünfte).

Frage: Reicht denn eigentlich das heimische Wasser für diese Masse an Winterurlaubern?

Laut ‚Statista‘ verbraucht in Deutschland jede Person durchschnittlich 129 Liter (Jahr 2021) Trinkwasser. Tendenz steigend. Für Italien liegen die amtlichen Angaben weit höher, aber da ist eher den Deutschen zu glauben. Ganz sicher nicht ist es so, wie mancherorts geschrieben, dass die Urlaubsgäste doppelt so viel Wasser verbrauchen wie die Einheimischen.

Der durchschnittliche Konsumwert dürfte sich allein schon wegen Spa & Co. in der Hotellerie auf 167 Liter pro Person und Tag erhöhen.

Dazu kommt noch das Beschneien der Skipisten. Wie vom Landesamt gesagt (Folge 1), schießen die Schneekanonen 10 Millionen Kubikmeter Wasser pro Saison in die Luft.

Die Wasser-Rechnung für den Wintertourismus in Südtirol schaut also so aus:

14,7 Mio. Nacht-/Tag-Aufenthalte x 170 Liter Trinkwasser sind gesamt 2.499.000.000 Liter oder knapp 2,5 Mio. Kubikmeter Trinkwasser.

Dazu kommen die 10 Millionen Kubik Schneekanonen-Wasser: Summe aufgerundet 13 Millionen Kubik Wasser. Das ist zweimal der Kalterer See plus Trinkgeld.

Perspektivisch gesehen: Der ganze Reschensee mit seinen 120 Millionen Kubik Stauwasser würde den Wintertourismus fast 10 Jahre lang flutschen lassen.

Mit dem Sommertourismus dazu (+3 Mio. m³) ergibt sich Pi mal Daumen, dass der Reschensee 7,5 Jahre lang für den Tourismus in Südtirol langen würde. Woll, das geht schon.

Wasserpanik-Mache wegen Tourismus fehl am Platz.

In Folge 3; Warum die Gesamtmenge täuscht.