DER WASSERHAUSHALT SÜDTIROLS

Montag 25. Mai 2026

Folge 1: Wieviel Wasser haben wir?

Dieser Aufsatz in 3 Folgen möchte wenige, aber grundlegende Zahlen zum Wasserhaushalt Südtirols nahebringen.

Über wieviel Wasser verfügen wir überhaupt? Das Landesamt sagt: “Unsere Wasserressourcen werden von den Niederschlägen gespeist, die in Südtirol jährlich eine Wassermenge von etwa 5.000 Mio. m³ ausmachen.”

(Ein Kubikmeter Wasser = 1000 Liter Wasser).

Südtirol bekommt also jedes Jahr die unglaubliche Menge von 5 000 000 000 000 Liter Wasser (5 Billionen) vom Himmel geschenkt.

 

Wer „trinkt“ das ganze Wasser?

Das Landesamt sagt: “Der Wasserverbrauch kann wie folgt aufgeteilt werden: Landwirtschaft: 150 Mio. m³ (3%), Industrie: 50 Mio. m³ (1%), Trinkwasser: 50 Mio. m³ (1%), Schneeerzeugung: 10 Mio. m³ (0,2%).”

260 Millionen Kubikmeter Wasser werden in Südtirol also dem unmittelbaren Verbrauch zugeführt. Das sind 260 000 000 000 Liter Wasser (260 Milliarden Liter).

 

Zum Begreifen der Größenordnung:

Der Kalterer See, das sind 6 Millionen Kubikmeter Wasser.

Der Reschensee hat ein Stauvolumen von 120 Mio. m³ Wasser.

Südtirol trinkt in einem Jahr 44mal den Kalterer See aus; oder zweimal den Reschensee.

 

Wohin geht das andere Wasser?

Fünf Billionen Liter Wasser bekommen, 260 Milliarden Liter verbraucht. Wohin gehen die übrigen 4.740 Milliarden Liter? In den Boden, ins Eis  und die Etsch hinunter.

Politische Klammer auf: (Schon allein deswegen ist unser Land immens wichtig für die römische Republik und die alte Forderung Italiens nach der heiligen Brennergrenze an der Wasserscheide muss in diesem Licht gesehen werden).

Das Gletscher-Eis ist die Sparquote

Leider ist die Sparquote in diesem gewaltigen Resthaushalt, nämlich das Eis der Gletscher, im Schwinden begriffen. Darauf muss sich der Wasserhaushalt einstellen und es muss Ersatz geschaffen werden. Die Speicherbecken sind das neue Eis.

In Folge 2: Wasserverbrauch im Südtiroler Tourismus

In Folge 3: Warum die Gesamtmenge allein nicht zählt