Wie Feminismus das Leben verbaut.
«Es geht um die Einsicht, dass Vereinbarkeit nicht funktioniert», sagt die gestresste Mutter und ff-Redakteurin Alexandra Aschbacher im Leitartikel zum Muttertag 2026 (Nr. 20, 14. Mai 26)
Wenigstens etwas, und zwar das Grundlegende, haben sie verstanden, die «Frauen», zu denen sich die Schreiberin offensichtlich rechnet, da sie trotz dieser Einsicht mit feministischen Problemanalysen und Forderungen weiterfährt, die nur noch weiter ins verbaute Leben hinein führen.
Man kann nicht zugleich alles haben und sein wollen und es auch noch gut machen, am wenigsten bei Kindern und in der Liebe.
Nicht, dass man nicht alles Mögliche kombinieren und strecken könnte, mit ein paar Kompromissen und Hilfestellungen hier und dort. So funktioniert das Leben halt, oft eher schlecht als recht und am Ende trotz aller Mühe und Qual erstaunlich gut.
Die Verführung des Feminismus liegt in der Vorstellung der 100%, anders gesagt der Perfektion. In Allem 100% Genuss erwarten und 110% Leistung verlangen, von sich selbst, vom Partner, von Kind und Politik, und das in jeder Rolle und Lage.
Das vermag ein Mensch vielleicht in seinen stärksten und frischesten Lebensjahren, sagen wir von 18 bis 28, und das auch nur, wenn ihm Gott, das Glück, die Gesundheit, die Eltern und die Gesellschaft zur Seite stehen. Deshalb sollte man Kinder jung bekommen. Aber immer alles tutto pronto subito, dafür ist das Leben viel zu lang und ziemlich unvorhersehbar.
Für den 100%-Anspruch auf Alles soll der Mann umerzogen werden, die Politik soll es richten, dass Arbeit in Teilzeit wie Vollzeit vergütet wird, der Nachwuchs soll am liebsten ganz abgegeben werden können, aber gratis und bei voller Kontrolle, die Firmen sollen den roten Teppich in die Vorstandsetage hinein ausrollen und die Bücher zu den Erfahrungen und Lasten des Menschseins müssen umgeschrieben werden, denn Wahrheit tut weh.
In der Tat, liebe Frau Aschbacher, das funktioniert nicht. Mehr noch: So hört das Leben auf zu funktionieren.