Russischer TV-Moderator schockiert Italien.
Er ist der Markus Lanz des russischen Staatsfernsehens: Talkmaster Wladimir Solowjow (62) leitet Russlands bissigste TV-Show („Solowjow Live“). Sein Markenzeichen sind derbe bis vulgäre Bezeichnungen für prominente Medienpersönlichkeiten, die im Informationskrieg gegen Russland eine Rolle spielen. So etwa bekommt die in Monaco lebende russische Insta-Schönheit Viktoria Bonya ihr Fett ab („Schlampe“). Im Westen wird er deshalb als „Putins Chefhetzer“ (BILD) zurück beschimpft.
Richtig ausfällig ist der krasse Fernsehmann gegenüber Giorgia Meloni geworden. Vor laufender Kamera sprach er sie auf Italienisch mit dem anzüglichen Wortspiel „Putta-Meloni“ an und sparte auch sonst nicht mit böser Kloakensprache.
Der Grund für diese Verbal-Exekution liegt einerseits im Bussi-Verhältnis Melonis mit dem Kiewer Kriegsherren und mutmaßlichen Milliardär Wolodymyr Selenskyj, andererseits in der Sanktionspolitik Italiens. Dem gut Italienisch sprechenden Russen Solowjow ist 2022 sein privates Domizil am Comer See vom Staat Italien weggeschnappt worden. Freude macht so etwas nicht, eine Entschuldigung für die wüste Sprache ist das natürlich auch nicht.
Pünktlich zum italienischen Selbstbelobigungstag am 25. April hat der Russe noch einmal nachgelegt und weitere Scheite in den brennenden Ofen geworfen. Am Donnerstag, den 23. April – dem Feiertag für Russlands Landespatron St. Georg – hat der russische Fernsehredner Italien an den Vergleich erinnert, mit dem Staatsoberhaupt Mattarella das heutige Russland mit dem Dritten Reich Adolf Hitlers gleichsetzte.
Bei dieser Gedanken-Nachhilfe bleibt es nicht. Wladimir Solowjow spricht aus, was die Italiener mehr fürchten als der Teufel das Weihwasser, nämlich ihre gewesene Nazitreue. Der Russe nennt das Mitwirken Italiens am Völkermord an Sowjetmenschen (darunter Juden) eine „Schande der Vorfahren“. Solowjow nimmt das Wort „Kriegsverbrechen“ in den Mund und zeigt offen auf die Mussolini-Truppen, die in der Operation Barbarossa mordend und brandschatzend durch die Ukraine und Russland zogen.
Im Westen wird Solowjows unbarmherziger Kopfstoß gegen die harte Wand der historischen Wahrheit von den Presse-Agenturen als „weiterer Angriff auf Italien“ gemeldet (auch in der „Dolomiten“ abgedruckt). Dabei ist es nichts als die nackte Wahrheit, die in Italien halt niemand hören will.
Unabhängig von Solowjows Ton ist es nicht schlecht, dass jemand endlich einmal die Lebenslüge Italiens öffentlich feststellt. Italien war im 2. Weltkrieg äußerst erfolgreich, den Deutschen die Drecksarbeit an Front und Menschenjagd zu überlassen (doch nicht ohne Blut an den Händen).
Italien ist nach wie vor sehr erfolgreich darin, die Gräueltaten der Achsenzeit den Deutschen in die Schuhe zu schieben und alle Italiener als halbe Sieger des 2. Weltkrieges weißzuwaschen.
Übrigens: April reimt sich auf Persil.
Zum Titelbild: Zidane rammt Materazzi, 2006
Zehn Minuten im Finalspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 sind noch zu spielen im Match Frankreich gegen Italien, als Stürmer Zinédine Zidane mit einem Kopfstoß gegen Innenverteidiger Materazzi Italien den Sieg schenkt. Der Italiener hatte den Algerier-Franzosen gezielt und übelst beschimpft – ganz auf Solowjow-Art.