ZUM WORT „THEMA“

Donnerstag 11. Juni 2026

Beliebt, aber nicht notwendig.

„Thema“ in aller Munde und aus allen Federn.

Auf einer einzigen Doppelseite in der Tageszeitung „Dolomiten“ (länger her) saß das Wort nicht weniger als 27mal in der ersten Reihe.

„Kein Thema begleitet uns so intensiv wie dieses“; „Tun wir das Maximum, um dieses Thema zu lösen“; „Erhebung zum Thema“; Das Thema, das er angehen muss“.

Dann, klassisch:

Ein Abend zum Thema“; „Das Thema ist hochaktuell“;

…und so weiter.

Das Wort Thema wuchert. In unserer verschulten und mediatisierten Welt ist das Wort technisch gesehen das gesprochene Äquivalent eines Zeitungstitels in Balkenlettern. Und ein flinker Ausweis akademischer Bildung.

Der unentwegte Gebrauch  von „Thema“ ein verlässlicher Indikator dafür, dass Leute reden um des Redens willen. Gerne wird das „Thema“ als Füllwort genutzt, um bei allzu leichten Gedanken Tiefgang vorzutäuschen.

Beliebt ist Thema bei gesellschaftlichen Missständen. Wenige sprechen bei eigenem Erleben von Glück oder Freundschaft als „Thema“. Aber fast alle sprechen vom „Thema“ Migration, Kriminalität, usw.

Das Wichtigste:

Sprachlich gesehen ist das Wort so gut wie überflüssig. Es genügt, die Sache selbst anzusprechen: Liebe, nicht Thema Liebe; Krieg, nicht Thema Krieg, usw.

Damit genug zum Thema Thema.


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