VON SCHWACHEN HELDEN UND STARKEN MÄNNERN

15. März 2026

Drei Lese-Tipps aus den Medien.

Die neuen deutschen Helden: Faule, Abzocker, Duckmäuser

NZZ 13.3.26 „Der andere Blick von Eric Gujer – Die neuen deutschen Helden: Belohnt werden die Faulen, die Abzocker und die Duckmäuser – Damit es in Deutschland wieder aufwärts geht, genügen nicht nur Strukturreformen. Es braucht eine andere Mentalität. Drei konkrete Beispiele.“

Gujer bringt a) den Sozialschmarotzer aus Bochum, der ein Stütze-Einkommen von 87.000 Euro hat, b) den vereisten Flieger vom Münchner Flughafen, in dem die Fahrgäste die ganze Nacht ausharren mussten, weil sich nach Feierabend niemand mehr zuständig fühlte – und der Superboss des Flughafens trotz Traumgehalt alles an sich abperlen lässt. Endlich c) die Anzeige der „Heilbronner Sheriffs“ gegen einen Rentner, der den Bundeskanzler „Pinocchio“ genannt hatte. Die Erkenntnis des Schweizers mit dem „anderen Blick“ auf Deutschland:

„Wer sich nicht gerade in einer rot-grünen Subkultur bewegt, erwartet von Deutschland, dass es sich um einen demokratischen Rechtsstaat mit Weltklasse-Infrastruktur handelt, in dem sich Leistung und nicht Faulheit lohnt.“

(Eric Gujer, zitiert aus NZZ Newsletter Sa, 13.03.2026)

DOLOMITEN – Leserbrief zu starken und schwachen Führungsleuten

Nicht unpassend dazu ein Leserbrief aus der „Dolomiten“, Sa., 14. März 2026. Geht Otto Irsara indirekt der Frage nach, warum wir zur Zeit ein so schwaches Führungspersonal haben. Lässt die Antwort einen vermeintlichen „amerikanischen Politologen“ sagen.

„Harte Zeiten schaffen starke Männer. Starke Männer schaffen gute Zeiten. Gute Zeiten schaffen schwache Männer. Schwache Männer schaffen harte Zeiten.“

Gut beobachtet, treffend in Worte gegossen. Vielleicht mit dem Zusatz, dass derselbe Spruch in neuester Zeit auch wahr (geworden) ist, wenn man anstatt „Männer“ das Wort „Frauen“ einsetzt.

Weil wir das erste Mal in der Geschichte des Westens nicht mehr nur starke Frauen wie Maria Theresia, Katharina, Maggie oder Giorgia haben, sondern vermehrt auch schwache Frauen an den Schalthebeln der Gesellschaft erleiden müssen. Weil die Zeiten gut sind.

Geoff Hopf und sein Zitat

Das Zitat stammt von Geoff Hopf. Der ist kein Politologe, sprich Schreibtisch-Wissenschaftler, sondern ein Bestsellerautor und eine Art Lebensberater für Männer. Geoff Hopf ist für seine postapokalyptischen Romane bekannt („New World“-Reihe). Bevor er Schriftsteller wurde, diente Hopf sechs Jahre lang im US Marine Corps. Nach dem Militärdienst war er u. a. Berufstaucher und Personenschützer. Diese Erfahrungen prägen sein Wissen und seinen Erzählstoff. Mehr hier.